Evangelische Religion

„Der Unterricht in evangelischer Religionslehre soll Einsichten in Sinn- und Wertfragen des Lebens vermitteln, die Auseinandersetzung mit Ideologien, Weltanschauungen und Religionen ermöglichen und zu verantwortlichem Handeln in der Gesellschaft motivieren.“

Auszug aus den Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung Evangelische Religion

  • Sekundarstufe I
  • Sekundarstufe II

Religion und Bildung

Nicht nur von der Seite der Kirche, sondern auch in Politik, Öffentlichkeit und Wissenschaft steht die Bildungsbedeutung von Religion nach wie vor außer Zweifel. Angesichts der Globalisierung und der daraus sich ergebenden vielfältigen Lebenszusammenhänge wird für Sinnfindung und Orientierung in der Welt religiöse Bildung immer wichtiger, aber auch für religiöse Urteilsfähigkeit als Voraussetzung für Verständigungsfähigkeit und Toleranz.

Um diese Ziele zu erreichen, spielt u.a. die Erschließung anspruchsvoller Texte wie überhaupt das Wort eine zentrale Rolle.

Zugleich stärkt der Religionsunterricht auf vielfältige Weise das Interesse, die Wirklichkeit zu erkennen, die Welt zu verstehen und sie sich selbst und anderen zu erklären. Darüber hinaus werden im Religionsunterricht weitere Kompetenzen wie soziale, ästhetische, aber auch geschichtliche, politische u.a. Kompetenzen gefördert.

Der evangelische Religionsunterricht steht allen Schülerinnen und Schülern offen.

Der evangelische Religionsunterricht steht allen Schülerinnen und Schülern offen, es dürfen also auch Schülerinnen und Schüler am evangelischen Religionsunterricht teilnehmen, die nicht zur evangelischen Kirche gehören.

Konfessionalität des Religionsunterrichts

Dabei besuchen die Schülerinnen und Schüler der Schuljahrgänge 5 - 10 in der Regel ihrer Konfession gemäß den evangelischen oder katholischen Religionsunterricht.

Aus den Kompetenzen und den Inhalten ergeben sich vielfältige Kooperationsformen beider Fächer.

Konfessionelle Kooperation an der Schillerschule / außerschulische Lernorte


An der Schillerschule gibt es in der Sek. I folgende konfessionelle Kooperationen an außerschulischen Lernorten:

Einschulungs- und Abiturentlassungsgottesdienst (in Kooperation mit den Kirchen vor Ort)
Kirchenerkundungstag (6. Jg.; in Kooperation mit den Kirchen vor Ort)
Diakonietag (8. Jg.; in Kooperation mit (kirchlichen) Sozialeinrichtungen vor Ort)
'Tag der religiösen Orientierung' (10. Jg., in Zusammenarbeit mit dem "Tabor").
Aus diesen Aktivitäten ist auch ersichtlich, dass der Religionsunterricht mit dem Aufsuchen solcher außerschulischen Lernorte einen unmittelbaren Erfahrungszugang vermittelt, den die Schule so nicht bieten kann.

Trotz dieser Kooperation zwischen Schule und Kirche (und deren Einrichtungen) ist der Religionsunterricht weder „Kirche in der Schule" noch ist er „Religion ohne Kirche". Er vermittelt den Glauben auf eine Art und Weise, die den Bedingungen des Lernortes Schule entspricht.

Allgemeine Bemerkungen zu den Kompetenzen im evangelischen Religionsunterricht

Zum Erreichen und Umsetzen der Ziele des Religionsunterrichtes wird für den Unterricht zwischen Prozess- und Inhaltskompetenzen unterschieden, die aber nicht als getrennte, sondern als sich gegenseitig bedingende Kompetenzen zu sehen sind.

  • Die prozessbezogenen Kompetenzen ( Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz, Deutungskompetenz, Urteilskompetenz, Dialogkompetenz und Gestaltungskompetenz) gelten für alle Jahrgänge; sie werden jeweils fach- und stufenspezifisch konkretisiert.
  • Die inhaltsbezogenen Kompetenzen sind in sechs Kompetenzbereiche unterteilt: Mensch, Gott, Jesus Christus, Ethik, Kirche und Kirchen, Religionen. Die Kompetenzbereiche werden in jeweils drei Leitthemen entfaltet, die für die Doppeljahrgänge 5/6, 7/8 und 9/10 formuliert sind.
    Diesen sind jeweils exemplarisch ausgewählte „Biblischen Basistexte“ sowie die „Verbindlichen Grundbegriffe“ zugeordnet.

Quelle: Kerncurriculum Sek I, Evangelische Religion, (auszugsweise Übernahme; sprachlich z.T. den Erfordernissen angepasst); vgl.: KC Evangelische Religion (pdf-Dokument) auf dem niedersächsischen Bildungsserver www.nibis.de.

Mitarbeit im Unterricht

Mündliche und sonstige Leistungen gehen zu 60%, schriftliche Leistungen zu 40% in die Gesamtnote ein.
Pro Halbjahr wird in der Sek. I eine Klassenarbeit geschrieben.

Stand 09/2019

Dokumente

KC-Evangelische_Religion-Jg__9-10
KC-Evangelische_Religion-Jg_7-8
KC-Evangelische_Religion-Jg_5-6
Uebersicht-Kompetenzen-nach-KC

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Der evangelische Religionsunterricht in der Qualifikationsstufe

Zur Zeit wird der evangelische Religionsunterricht an der Schillerschule auf grundlegendem Anforderungsniveau als

  • dreistündiges Prüfungsfach sowie
  • dreistündiges Ergänzungsfach
    angeboten.

Auf grundlegendem Anforderungsniveau intendiert der Unterricht die Vermittlung einer wissenschaftspropädeutisch orientierten Grundbildung.

Für das dreistündige Prüfungsfach sind alle prozess- und inhaltsbezogenen Kompetenzen verbindlich. Für die schriftliche Abiturprüfung legt die Zentralabiturkommission eine bestimmte Anzahl der inhaltsbezogenen Kompetenzen fest, die vertiefend zu fördern sind.

Für das dreistündige Ergänzungsfach sind ebenfalls alle prozessbezogenen Kompetenzen, aber nur 17 der insgesamt 34 inhaltsbezogenen Kompetenzen verbindlich; acht sind davon verbindlich gesetzt; über die weiteren neun inhaltsbezogenen Kompetenzen entscheidet die Fachkonferenz.

Religion und Bildung

Leitziel des evangelischen Religionsunterrichts in der Oberstufe ist eine differenzierte religiöse Bildung.

Diese eröffnet einen eigenen Horizont des Weltverstehens, der für die Identitätsbildung und für die Verständigung über gesellschaftliche Zusammenhänge unverzichtbar ist.

Für einen sachgemäßen Umgang mit der eigenen Religiosität, mit dem christlichen Glauben und mit anderen Religionen und Weltanschauungen erlernen die Schülerinnen und Schüler entsprechendes Wissen, sowie die dafür notwendigen Fähigkeiten, Einstellungen und Haltungen.

Der Beitrag des Religionsunterrichts zur allgemeinen Studierfähigkeit

Auch im Zusammenhang mit dem Ziel der allgemeinen Studierfähigkeit ist die Auseinandersetzung mit religiösen Äußerungen textgebundener und nicht-textgebundener Art sowie unterschiedlichen Wahrheitsansprüchen kennzeichnend für den Religionsunterricht. Deshalb stehen im Zentrum des Religionsunterrichts in der Oberstufe der angemessene, methodisch gesicherte Umgang mit Texten, aber auch deren Produktion sowie die sachgemäße Deutung von religiöser Sprache in Kunst, Architektur, Musik, Medien u.a.m..

Damit schärft Religionsunterricht die Fähigkeiten zu rationalem Argumentieren und Begründen, zur präzisen Analyse von Lebenskonzepten, Menschen- und Weltbildern sowie zur kritischen Prüfung von Selbst- und Weltauslegung.

Der wissenschaftspropädeutische Beitrag des Religionsunterrichts

Der evangelische Religionsunterricht greift dabei nicht nur auf theologische Überlegungen, sondern auch auf Erkenntnisse aus anderen Wissenschaftsdisziplinen wie z. B. Naturwissenschaften, Psychologie, Philosophie, Sozialwissenschaften, Religionswissenschaft zurück, die zur komplexen Erschließung seiner Gegenstände und Themen beitragen können.

Durch die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen werden auch in Bezug auf Glaubens-, Sinn- und Wertfragen wissenschaftliche Distanz und Reflexivität eingeübt. Dabei wird aber auch deutlich, dass Religion und Ethik keine vermittelbaren Fertigkeiten sind, vielmehr stellen sie vor Fragen, bei denen es um das gesamte menschliche Dasein geht.

Dies wird im evangelischen Religionsunterricht u.a. durch folgende Lernprozesse gefördert:

  • Das Phänomen Religion wird in seinen vielfältigen Erscheinungsformen und Facetten thematisiert.
  • Schülerinnen und Schüler gewinnen im Dialog von biblisch-christlichen Auffassungen mit den pluralen religiösen Lebensentwürfen und Weltdeutungen Perspektiven für ihr eigenes Leben und die Orientierung in der Welt.
  • Über die Frage nach Gott wird nachgedacht und deren Bedeutung für die Bedeutung des menschlichen Lebens ausgelotet. Dabei werden Grundstrukturen des christlichen Menschen- und Weltverständnisses aufgezeichnet.
  • Schülerinnen und Schüler setzen sich mit religiös-ethischen Herausforderungen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Handlungsfeldern wie Kultur, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft auseinander und lernen die Option eines freien und verantwortlichen Handelns im Alltag der Welt kennen.
Konfessionelle Kooperation an der Schillerschule / außerschulische Lernorte

An der Schillerschule gibt es in der Sek. II folgende konfessionelle Kooperation an außerschulischen Lernorten:

  • Klosterfahrt (11./12. Jg.). (Nähere Informationen hierzu finden Sie unter "Kloster auf Zeit" bei "Katholische Religion")
Allgemeine Bemerkungen zu den Kompetenzen im evangelischen Religionsunterricht

Das Kerncurriculum für die Qualifikationsphase setzt die Kompetenzorientierung des Kerncurriculums für den Sekundarbereich I fort. Die prozessbezogenen Kompetenzen greifen die der Schuljahrgänge 5-10 des Gymnasiums auf einem höheren Abstraktionsniveau auf. Die inhaltsbezogenen Kompetenzen sind wie im Kerncurriculum des Sekundarbereichs I in sechs Kompetenzbereiche (Mensch, Gott, Jesus Christus, Ethik, Kirche und Kirchen, Religionen) gegliedert. Zwischenüberschriften strukturieren jeden inhaltsbezogenen Kompetenzbereich in zwei bis drei didaktisch ausgerichtete thematische Aspekte.

Diesen sind jeweils exemplarisch ausgewählte „Biblischen Basistexte“ sowie die „Verbindlichen Grundbegriffe“ zugeordnet.

Quelle: Kerncurriculum Sek II (auszugsweise Übernahme; sprachlich z.T. den Erfordernissen angepasst); vgl.: KC Evangelische Religion, Sek. II (pdf-Dokument) auf dem niedersächsischen Bildungsserver www.nibis.de.

Mitarbeit im Unterricht

Mündliche und sonstige Leistungen gehen zu 60%, schriftliche Leistungen zu 40% in die Gesamtnote ein.

Hinsichtlich der schriftlichen Arbeiten gelten für Ev. Religion als Prüfungs- bzw. Ergänzungsfach die allgemeinen Bestimmungen.

Dokumente

KC_ev._Religion_Oberstufe_Jg._13

KC_ev._Religion_Oberstufe_Jg._12

KC_ev._Religion_Oberstufe_Jg._11

Stand 09/2019