Musik

Musik

Musik ist prägender Bestandteil aller Kulturkreise und wesentliches künstlerisches und soziales Ausdrucksmittel. Die Musik hat als unverzichtbarer Bestandteil kultureller Bildung junger Menschen an der Schillerschule einen hohen Stellenwert. So soll den heranwachsenden Jugendlichen einerseits Freude am praktisch-künstlerischen Tun vermittelt werden, andererseits aber auch ihr intellektuelles Verständnis für musiktheoretisches Wissen und für soziokulturelle Zusammenhänge gefördert werden.

In keinem anderen Schulfach prägen eigene Vorerfahrungen in so starkem Maße die Grundlage für die Auseinandersetzung mit musikalischen Phänomen. Diesem begegnen wir neben einem kreativen handlungsorientierten Unterricht von Jahrgang 5-13 durch die individuelle musikalische Förderung mit einem vielfältigen AG-Angebot. Schülerinnen und Schüler erfahren im gemeinsamen musikalischen Tun im Unterricht und auf der Bühne bei Auftritten und Konzerten inner- und außerhalb der Schule gegenseitige Wertschätzung und Rücksichtnahme verbunden mit einer Förderung der Konzentrationsfähigkeit und des Durchhaltevermögens.

Unterricht

Das Fach Musik wird an der Schillerschule ungekürzt gemäß Stundentafel unterrichtet:

Jg. 5-7:            2-stündig

Als besonderes Angebot bieten wir eine Bläserklasse für die Jahrgänge 5/6 an. Nähere Informationen finden Sie dazu hier auf der Homepage.

Jg. 8-11:          epochal

Jg. 12/13:        grundlegendes und erhöhtes Anforderungsniveau

Das Fach Musik ist in fast allen Schwerpunktprofilen der Oberstufe als Leistungskurs wählbar und seit Jahren konstant vertreten, jedoch nicht als P4 oder P5-Kurs wählbar.

Die aktuellen Kerncurricula sind in unserem schuleigenen Arbeitsplan zu finden:

 Schuleigener Arbeitsplan Musik 

AG-Bereich

Eine individuelle musikalische Förderung ermöglichen wir jedem Musikinteressierten gemäß seinem Alter und Können im vielfältigen AG-Angebot.

Genauere Informationen zu den einzelnen AGs finden Sie im AG-Bereich der Homepage.

Darüber hinaus fördern wir individuell durch:

  • Dreitägige Probenfahrt aller Musik-AGs nach Mardorf
  • Solo- oder Ensemble-Auftritte beim Kammermusikabend
  • Regelmäßige Konzertabende im Jahr: Weihnachtskonzert, Kammermusikabend, Frühjahrskonzert, Benefizkonzert MHH, Sommerkonzert, Themenkonzerte
  • Musikalische Gestaltung innerhalb der Schule: Preisverleihungen, Abiturveranstaltungen, Tag der offenen Tür, Gottesdiensten, Einschulung
  • Musikalische Gestaltung außerhalb der Schule: open stage im Opernhaus, Schools Out-Konzerte, Fête de la musique, Bläserklassentag, workshops
  • Förderung bei musikalischen Wettbewerben wie Jugend musiziert durch Vorspiel- und Übemöglichkeiten
  • Ausbildung interessierter Schülerinnen und Schüler zum Musikmentor in Kooperation mit dem Landesmusikrat Niedersachsen
  • Besuche und Exkursionen von Konzerten und kulturellen Spielstätten wie des Opernhauses, des NDR und anderen

Projekte

Projekt Songwriting in der Sekundarstufe II

In dieser Dokumentation über das Songwriting Projekt im Musikunterricht eines Kurses in der Qualifikationsphase (aus dem Schuljahr 2017/18) sind einerseits die beeindruckenden Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler des damaligen 11. Jahrgangs zu hören und zu sehen sowie andererseits viele Informationen darüber zu finden, wie so ein Projekt in der Sek. II durchgeführt werden kann.

Scanne einfach den QR-Code oder folge diesem Link:

https://prezi.com/view/2oVciDEr7WKcojmRU1c7

Viel Spaß beim Entdecken!

Ole Oltmann

Neuigkeiten

Am letzten Februar-Wochenende ging es für unsere FAT APPLE Big Band nach Neubrandenburg zu einem internationalen Workshop für Jugend-Bigbands. 13 Bands aus Tschechien, Schweden, Dänemark und vor allem Deutschland trafen sich hier, um unter der Anleitung erfahrener Jazzer zu proben und ihr Können zu erweitern. 

Nach einer langen Hinfahrt kamen wir gerade noch rechtzeitig, um das Konzert des fantastisch spielenden, 90jährigen holländischen Flügelhornisten Ack van Rooyen mit Prof. Wolfgang Köhler am Klavier in der Johanniskirche zu hören. Anschließend musste noch das Equipment in die Hochschule gebracht werden, da es am nächsten Morgen früh los gehen sollte.

Der Samstag war prall gefüllt mit drei Workshops. Den Anfang machte der Bassist Ralph Grässer, seit 15 Jahren Mitglied des Berliner Jazz Orchesters unter der Leitung von Jiggs Whigham, der vor allem unsere Rhythmusgruppe im Blick hatte. Tipps für den Groove und haufenweise CD-Empfehlungen prasselten auf uns ein. Die nächsten Wochen sind voll von Count Basie, Thad Jones, Maria Schneider, Oscar Peterson, Keith Jarrett, Jamie Jamerson usw.

Stepanka Balcarova (Trompete) war nach dem Mittag die zweite Dozentin, deren Workshop-Schwerpunkt beim Sound und der Dynamik lag. Es war eine große Herausforderung, einzelne Akkorden oder ganze Phrasen in verschiedenen dynamischen Abstufungen zu spielen, so dass dennoch jede und jeder hörbar bleibt.

Die anschließende Energie von Friedemann Matzeit (Tenorsax) kam zum richtigen Zeitpunkt. Etwas „erschlagen“ von den ersten beiden Workshops gab es nun kein Halten mehr. Nach ein wenig Probenarbeit an unserem Repertoire stand hier die Improvisation im Mittelpunkt. Friedemann experimentierte mit nur einem Ton, veränderte die Phrasierung, Rhythmik und Dynamik und zeigte so, wie man mit wenig Material ein Solo beginnen kann. Jede/r musste nun ran, bekam ein knackiges Feedback, bevor die Improvisation um einen zweiten und dritten Ton erweitert wurde.

An Highlights nicht genug gab es in der Hochschule Neubrandenburg am Abend noch ein Doppelkonzert mit dem Landesjugendjazzorchester aus Hamburg sowie der NDR Big Band, beides unter der Leitung von Lars Seniuk. Interessant war vor allem das Programm „Selfies“, bei dem die NDR Musiker Songs für die eigene Big Band ausgewählt und arrangiert haben. So hatte der Posaunist Dan Gottshall die Fehlermeldung eines (ur-)alten Atari-Computers, der Percussionist Marcio Doctor einen brasilianischen Hinterhof und die Gitarristin Sandra Hempel eine Idee aus einer eigenen Improvisation zu einem eigenen Big Band Song arrangiert.

Nach diesem großartigen Konzert ging es zurück ins Hotel, in dem neben allen Workshopteilnehmern auch alle Dozenten und Konzertierende untergebracht waren, was zu schönen Begegnungen und netten Gesprächen führte.

Der abschließende Sonntag begann dann mit einem weiteren tollen Workshop mit dem Saxofonisten und Jazz-Arrangeur Rolf von Nordenskjöld. Swing-Phrasierung, das richtige Timing und eine differenzierte Dynamik standen im Mittelpunkt. Rolf war es dann auch, der die Big Band mit den Song „Dat Dere“ beim Abschlusskonzert leitete. Eine Erfahrung, an der wir wachsen werden.

Rückblickend kann man festhalten, dass es ein großartiges Wochenende voller neuer Einblicke und Eindrücke war. Viele Einzelheiten werden wir uns in den nächsten Wochen vornehmen und daran arbeiten. Und es war bestimmt nicht das letzten Mal, dass wir uns auf den Weg nach Neubrandenburg gemacht haben. Keep swingin’! LEN