Klimaaktivisten: Das letzte oder die Letzten?
Auch dieses Jahr fand wieder ein vom Forschen und Präsentieren-Kurs organisiertes Junior Science Café statt. Unser diesjähriges Thema lautete „Klimaaktivisten: Das Letzte oder die Letzten?“. Wie der Titel schon erahnen lässt, ging es dieses Jahr um die Maßnahmen der „Letzen Generation“. Für unser Café hatten wir im Voraus folgende Experten eingeladen: Einen Klimaforscher, Politiker von allen Parteien, die im niedersächsischen Landtag vertreten sind und ein Mitglied der letzten Generation. Am Ende erschienen allerdings nur Friedrich Witterzen von der AfD und Johanna Brauer von der Linken. Kurz vor Beginn des Cafés war die Vorbereitung für das Café noch im vollen Gange, da jetzt jeder etwas zu tun hatte, sei es Brötchen schmieren oder den Multispace mit Stühlen zu versehen. Pünktlich um 16:30Uhr eröffneten Dominik und Paul als Moderatoren das Café. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde begannen sie auch schon über die Legitimation der Aktionen der Letzten Generation zu diskutieren. Frau Brauer merkte an, dass es sehr wichtig sei auf das Thema aufmerksam zu machen und dass Protest unangenehm sein muss. Sie sieht dieses Mittel allerdings als ungeeignet an, da es auch die Hauptverantwortlichen, nämlich die Superreichen nicht betreffen würde. Herr Witterzen ist der Meinung, dass bei Sachbeschädigung von Denkmälern und Nötigung eine Grenze überschritten wird. Er verurteilte diese Aktionen scharf. Während der Diskussion erhielten wir spontan zwei weitere Experten von Fridays for Future, die bereits die ganze Zeit anwesend waren. Ab jetzt ging es vor allem wieder um die Frage des menschengemachten Klimawandels, wobei Johanna Brauer mehrmals betonte, dass Superreiche auch mehr zum Klimaschutz beitragen müssten. Die Experten von Fridays for Future stellten klar, dass sie diese Protestform durch die gegebene Dringlichkeit als nicht radikal ansehen und den Diskurs lieber zum eigentlichen Problem und zwar mangelnden Klimaschutz zurücklenken wollen. Während des Cafés verließen zwei Personen den Raum, da sie jemanden, der in einer „rechtsextremen“ und für sie menschenfeindlichen Partei, nicht länger zuhören wollen.
Für den Kurs: Team Kommunikation
Vid



















Bei einer der fünf Stationen wurden in einer Kapelle informative Texte über Menschen aufgehängt (wie zum Beispiel Mutter Theresa, Malala Yousafzai, Hans und Sophie Scholl), die dafür gestrebt haben, die Welt zu verbessern. Ob sie das aus religiösen Gründen taten, hatte keine Relevanz. Die Gedanken, die uns durch den Kopf gingen, als wir die Texte gelesen haben, sollten wir auf Zettel aufschreiben. Das Wort, das die meisten verbunden hat, war „mutig“. Voller Mut und Selbstlosigkeit haben sich diese Menschen für Frauenrechte, gegen Rassismus und für das Klima eingesetzt. Vielleicht hat der ein oder andere sich inspirieren lassen und was für sein eigenes Leben mitgenommen? Eine weitere Station hat sich mit den Begriffen „Religion, Glaube, wir, ich und Gesellschaft“ auseinandergesetzt. Sehr interessant war auch, seine Meinung zu kontroversen Themen abzugeben und diese dann in der Gruppe zu besprechen, was auch in einer der Stationen gemacht wurde. Das Highlight für viele war aber das Schreiben eines Briefs an sein zukünftiges Ich: hier haben wir einen persönlichen Brief an uns selbst geschrieben. Dieser bleibt im Tabor und wird in zwei Jahren an uns zurückgeschickt. In der Zukunft wird das eine gute Möglichkeit sein, um über sich selbst und seine Veränderung in den zwei Jahren zu reflektieren und gegebenenfalls nochmal darüber nachzudenken, ob man nicht doch noch an sich selbst arbeiten sollte, um ein besserer Mensch zu werden. Damit hat dieser Tag der religiösen Orientierung sogar in zwei Jahren noch eine Auswirkung auf die Schüler der Religionskurse. Zuletzt haben wir einen eigenen Instagram Account „eingerichtet“, der unser Leben bis zum Jahr 2075 zusammenfassen sollte. Auf einem Blatt Papier haben wir Posts von den wichtigsten Ereignissen unseres Lebens bis jetzt und von dem, was hoffentlich noch auf uns zukommen würde, gemalt. Dies war eine gute Möglichkeit, um sich noch mal Ziele im Leben zu setzen oder zu konkretisieren.










Alles zusammen war eine sehr schöne Erfahrung und wir hatten auch sehr viel Spaß.
Wir haben neue Sachen gelernt, aber es war nicht schwer zu verstehen.



















