Power2Change Dechmax Sieger kommen von der Schillerschule

Power2Change - Dechmax Sieger von der Schillerschule

Die siegreichen Teams des 23. DECHEMAX-Schülerwettbewerbs kommen von der Edith-Stein-Schule in Darmstadt, der Schillerschule in Hannover und der Eichenschule in Scheeßel. Sie wurden im Rahmen der Welcome Ceremony des European Congress of Chemical Engineering and Applied Biotechnology in Anwesenheit des Chemie-Nobelpreisträgers Prof. Dr. Benjamin List geehrt. Die Schüler:innen konnten sich über eine Urkunde, einen Pokal und ein Preisgeld von 250 Euro freuen.

Unter dem Motto „Power2Change – Mit DECHEMAX auf Mission Energiewende“ nahmen in diesem Jahr über 10.000 Schüler:innen der Klassen 7 bis 13 am Wettbewerb teil. Teamarbeit und Durchhaltevermögen über vier Monate waren gefragt, um bis zur Endrunde zu gelangen.

In Teams von zwei bis fünf Schülern beantworteten sie zunächst in acht Runden via Internet Fragen zur Energiewende: Wenn wir Kohlendioxid nicht vermeiden können, welche Möglichkeiten gibt es dieses zu nutzen oder unschädlich zu machen. Welche Rolle spielt Wasserstoff für das Gelingen der Energiewende. Und wie bekommen wir die grüne Energie dorthin, wo sie benötigt wird.

500 Teams qualifizierten sich schließlich für die Experimentalrunde. Hier wurde untersucht, wie der Treibhauseffekt funktioniert und was Zitronen mit der Energiewende zu tun haben. Die Experimentalaufgaben wurden von den KjVI (kreative junge Verfahrenstechniker und Ingenieure) gestellt, mit denen der DECHEMAX-Wettbewerb schon seit Jahren erfolgreich zusammenarbeitet. Die drei besten Teams reisten dann zur Siegerehrung nach Berlin:

  • Klasse 7 – Das Team DieKrasseSchillerschule mit den Mitgliedern Annika Fischer, Leah Stölting, Henrike Deutsch, Martin Beutnagel von der Schillerschule in Hannover.
  • Klasse 10 – Das Team AVENEER mit den Mitgliedern Lukas Rossmeissl, Niklas Nebel, Giosuè Spezzano von der Edith-Stein-Schule in Darmstadt.
  • Klasse 11 – Das Team NaCLor mit den Mitgliedern Johanna Sparr, Colin Ruthe, Niklas Lauterberg von der Eichenschule in Scheeßel.

Schülerbericht

Schüler der Schillerschule gewinnen Chemiewettbewerb und treffen Nobelpreisträger

Am 17.9.23 sind wir (Martin Beutnagel, Henrike Deutsch, Annika Fischer und Leah Stölting) mit dem ICE vom Hannover Hbf zum Berliner Hbf gefahren. Wir waren etwas verwirrt, da unser Zug ausfiel und wir erst nicht wussten, welchen Ersatzzug wir nehmen sollten. Nachdem wir herausgefunden haben, welche Zug wir nehmen sollten, kam dieser auch schon und wir sprinteten rein, um noch Plätze zu bekommen, dann ging es endlich los. Nachdem der Zug am Anfang schon 35 Minuten Verspätung hatte, kam auf der Fahrt noch eine Stunde dazu. In Berlin angekommen, nahmen wir zuerst, mit den anderen Gewinnern, an einer Bootstour teil. Danach checkten wir im Hostel ein und hatten noch etwas Zeit, bevor wir uns auf den Weg zur Siegerehrung machten. Als wir am City Cube Berlin ankamen, waren wir alle etwas nervös, vor allem als wir sahen, wie viele Menschen in dem Saal saßen. Nach der Begrüßung wurden wir dann alle aufgerufen, um auf die Bühne zu treten. Wir bekamen alle eine Urkunde und einen Check von 250 Euro. Außerdem erhielten wir einen Pokal. Danach hielt der Chemie -Nobelpreisträger einen Vortrag über seine Arbeit. Leider war dieser auf Englisch, weswegen wir nicht so viel verstehen konnten. Anschließen gab es noch ein Buffet, mit Currywurst und Hotdogs. Zuletzt gingen wir noch zum Brandenburger Tor, welches aktuell orange ist, und fuhren dann wieder zum Hostel. Dort fielen wir erschöpft in unsere Betten

Der nächste Tag begann relativ spät, mit einem abwechslungsreichen Frühstück. Nachdem wir alle gestärkt waren und unsere Koffer gepackt hatten, ging es für uns noch ein mal ins City Cube Berlin, dort durften wir uns die verschiedenen Unternehmen angucken und viel Spannendes erfahren. Eine Plünderung auf das gratis Essen durfte natürlich auch nicht fehlen;). Um ca. 12 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Berliner Bahnhof (Spandau) und gönnten uns da kurz vor dem Abfahren noch eine Mahlzeit bei Mc Donalds. Pünktlich um 13:01 kam dann unser Zug, der uns dann auch wieder bis nach Hannover brachte. Die zwei Tage in Berlin haben sehr viel Spaß gemacht und wir durften viel Neues lernen.

Big Band am 24.09. & 26.9 in Bothfeld

Am 24.09.2023 spielt unsere FAT APPLE Big Band beim „26. Bothfelder Herbstmarkt Jazz & Kunst“. Los geht‘ um ca. 15.30 Uhr in der Kurze-Kamp-Straße, Ecke Böckerstraße.

Vorher spielt die Big Band „Clean, Fine & Funky“ (ca. 11.30 Uhr) sowie die Big Band der Käthe-Kollwitz-Schule (ca. 13.30 Uhr), mit denen wir Anfang September zusammen ein fantastischen Workshop-Wochenende in Neubrandenburg verbracht haben.

LEN

Wahl der Schülersprecher*in – Eure Stimme zählt!

Wahl der Schülersprecher*in

Die Wahl findet auch in diesem Jahr digital statt. Abstimmen könnt ihr über eine Schnellumfrage bei Iserv. Die Abstimmung  läuft bis zum 10.09.2023, 16 Uhr.
In diesem Jahr haben wir erneut die besondere Situation, dass sich nur zwei Bewerber*innen zur Kandidatur bereit erklärt haben. Da das Amt laut Satzung der SV von zwei Personen bekleidet wird, fällt die Wahl also überschaubar aus. Jedoch benötigen auch diese zwei Kandidatinnen 50% der abgegeben Stimmen, um ihr Amt ausüben zu können. Eine Nicht-Wahl hätte allerdings zur Folge, dass ihr (zumindest zunächst) keine Vertreter*innen in diesem wichtigen Amt hättet, die mit der Schulleitung sprechen und den Schülerrat sowie die Schülerverwaltung leiten. Wir hoffen trotz der Situation auf eine hohe Wahlbeteiligung.

Herzliche Grüße im Namen der SV

C. Gakenholz

Der Anne Frank Tag: Stark sein für uns und andere

Der Anne Frank Tag: Stark sein für uns und andere

Unter diesem Leitspruch haben Religionslehrkräfte unter der Leitung von Frau Imhof mit ihren Schülergruppen des 9. Jahrgangs vielfältige Aktionen vorbereitet. Mit diesen haben sie an dem bundesweiten „Annefranktag“ die Schillerschule zu einem lebendigen Erinnerungsort gemacht.
Religionsschüler*innen von Frau Imhof bereiteten Kurzvorträge zu den Themenbereichen „Anne Frank und ihre Zeit“, gekoppelt an die Vorstellung sozialer Projekte in Hannover, im Unterricht vor. Am Aktionstag selbst konnten diese Expert*innen dann von Lehrkräften in deren Unterricht eingeladen werden, um mit den jeweiligen Lerngruppen zu dem Thema zu arbeiten.
Frau Lenzen hat mit ihrer Lerngruppe eine Installation mit Postkarten in der Pausenhalle aufgebaut. Diese Postkarten konnten mit Ideen und Vorschlägen zu einem besseren Umgang mit demokratischen und persönlichen Idealen beschriftet werden.
Herr Bernhard und seine Schülergruppe nahmen gelesene Hörtexte aus dem Tagebuch von Anne Frank auf. In einer Hörbox konnten die Zuhörer*innen damit direkt in die Gedanken- und Gefühlswelt des unter der Verfolgung leidenden Mädchens eintauchen.
Die Religionsgruppe von Frau Plümpe hatte eine Ausstellung zu den Themen „Annefranktag“ und „Judenverfolgung“ vorbereitet. Anhand eines QR-Codes konnte man am Ende weitere Informationen anhand einer Präsentation erhalten und sein Wissen mit einem Kahoot überprüfen.
„Die Idee war, mit unseren Aktionen eine Brücke zu bauen zwischen den Hoffnungen und Idealen, die die junge Anne Frank in der NS-Zeit hatte und denen, die Schillerschüler*innen heute antreibt“, erklärt Frau Imhof das Konzept.
„Die sehr positiven Rückmeldungen der Lehrkräfte und Schülergruppen, die die Aktionen zahlreich genutzt hatten, zeigen, dass wir unser Ziel vollumfänglich erreicht haben“, bilanziert die Religionslehrerin. Durch das Zusammenspiel von motivierenden Ausstellungsformen und dem didaktischen Konzept „Schüler*innen unterrichten Schüler*innen“ ist es gelungen, dass die Schillerschule tatsächlich ein lebendiger Erinnerungsort wurde“, schließt Frau Imhof.

Berlinfahrt 2023

Berlinfahrt 2023

Anfang Juni ging es für die 11. Klassen fünf Tage nach Berlin. Die Schüler:innen könnten sich ihr Programm in weiten Teilen anhand erlesener Führungen selbst zusammenstellen und die Hauptstadt nach ihren Interessenschwerpunkten kennenlernen. So konnten sie  zwischen Gedenkstätten des Zweiten Weltkriegs oder der DDR, thematischen Stadtrundgängen und verschiedenen Museen ihr Programm wählen. Gemeinsam besuchten wir als Jahrgang den deutschen Bundestag sowie das ehemalige Stasi-Gefängnis in Berlin-Hohenschönhausen. Auf dem Tempelhofer Feld haben wir zudem gemeinsam bei einem sportlichen Picknick die Berliner Abendsonne und im Matrix Club das Nachtleben der Hauptstadt genießen können. Berlin hat sich von seiner vielfältigen, interessanten und sommerlich heißen Seite gezeigt und uns alle mit einer ereignis- und erlebnisreichen Woche in den Zug gen Hannover entlassen.

Projektwoche 2023​

Projektwoche 2023

Fünf Tage Schillernover

„Schule als Staat“ verändert die Schillerschule

Lange Schlangen bildeten sich am Montag, den 19.06.2023, vor dem Haupteingang der Schillerschule, da der Eintritt nur noch nach einer Ausweiskontrolle durch die Zollbeamt*innen möglich war. Das normale Schulleben wich für eine ganze Woche dem geschäftigen Leben des jungen Staates „Schillernover“. 

Nach der offiziellen Schlüsselübergabe an den frisch gewählten Kanzler Kilian Hervatin (Jg. 10) ließen sich die 1.100 Bürger*innen auf das Planspiel ein und widmeten sich aktiv ihren Aufgaben in eigens gegründeten Betrieben, Ämtern, Einrichtungen oder Parteien. Endlich konnten die Ideen aus teils monatelanger Planung umgesetzt werden!

Bereits am ersten Tag besuchte uns ein Staatsgast: Adis Ahmetovic (Bundestagsabgeordneter der SPD unseres Wahlkreises) war beeindruckt vom regen Treiben in allen Räumen und auf allen Plätzen. In seiner den Besuch krönenden Rede im Parlament von Schillernover würdigte und unterstrich er den demokratischen Gedanken dieses Planspiels.

Die landeseigene Währung des „Scheuro“ bestimmte schnell das Geschehen, denn die begrenzten Tageslöhne machten das grenzenlose Shopping im Staat in den ersten Tagen schwierig. Doch schon am zweiten und dritten Tag entspannte sich die wirtschaftliche Situation in vielen Betrieben, weil wirtschaftliches Geschick und beherztes Eingreifen der Bank sowie der regierenden Parteien SLP (Sozial-liberale Partei) und PFF (Partei für Fortschritt) griffen. Im ehemaligen Containerdorf – nun eher als „Food-Meile“ bekannt – wurde der hart erarbeitete Lohn umgehend in vielerlei Köstlichkeiten umgesetzt. Pausen wurden aber auch beim Karaoke Singen oder beim individuellen Fitness-Training verbracht, die Musiker*innen gaben ein Platzkonzert, die Theater- und K-Pop-Gruppe traten auf, in der Bücherei konnte geschmökert werden, beim 3D-Druck wurden fantasievolle Ideen zur plastischen Wirklichkeit. 

Überall zeigten die Bürger*innen Schillernovers ihre Betriebsideen, deren Umsetzung von ihnen viel Eigeninitiative, Planung und Kalkulation verlangte. Die Medien (Radio- und Zeitungsredaktionen) begleiteten kritisch das Treiben im Staat, fleißige Journalist*innen nahmen mit Interviews und Umfragen die Stimmen im Volk auf und regten damit sowohl die Diskussionen im Staat also auch die Pulsfrequenz des ein oder anderen Politikers gehörig an. 

Das Miteinander der Bürger*innen stand jedoch stets im Vordergrund: Jahrgangsübergreifend entstanden viele Kontakte und man verfolgte die gemeinsame Idee des Planspiels, auch wenn einige Diebstähle und Korruptionsfälle die Polizei stark beanspruchten und so mancher Regelbruch durch das Staatsgericht bestraft werden musste. 

Letztlich haben die fünf Tage gezeigt, wie man als demokratische Gesellschaft im Kleinen leben und arbeiten kann und wie sehr es auf das Miteinander ankommt. Viele dieser Aspekte konnten wir am letzten Tag in der Evaluation diskutieren und reflektieren. Daher blicken wir zufrieden auf das mit fünf Tagen eher kurze Bestehen unseres Staates „Schillernover“ zurück, welches uns aber aufgrund seiner bereichernden Erfahrungen noch deutlich über das Schuljahresende hinaus in Erinnerung bleiben wird.

Wir bedanken uns bei der Stiftung Bildung für die Förderung.

Fertigstellung Zaunprojekt

Zaunprojekt & Ergebnisse der Landschaftsgestalter*innen in Schillernover

Nachdem der Kunstbereich im letzten Schuljahr 2022 kurz vor den Sommerferien mit den 5.-7. Klassen je einen Kunstprojekttag veranstaltet hatte, um Zaunbretter zu gestalten, haben wir diese Projektwoche 2023 genutzt, um diese endlich anzubringen. Ihr findet sie an dem Zaun beim Fußballplatz bis zur Mensa. Zudem ist in der Woche auch noch ein weiteres Hochbeet, eine Bank mit Miniteich, ein Sandarium und ein Insektenhotel neben der Blühwiese entstanden, ganz zum Wohle der Insekten.

Susanne Jansen

Sporthilfe Tansania bittet um Unterstützung

Sporthilfe Tansania bittet um Unterstützung

Die Freude am Sport verbindet kulturübergreifend Menschen, Generationen und Gesellschaften.

Gerne möchte ich sie und euch auf den ehrenamtlichen und gemeinnützigen Verein Sporthilfe Tansania aufmerksam machen, der von unserem ehemaligen Schillerschüler Steffen Witte initiiert und gegründet wurde. Der Sport ist zentraler Bestandteil im Leben vieler Kinder in Tansania und spendet Hoffnung, Freude und Zusammenhalt. Durch die Organisation von Vereinen, materielle Unterstützung von sozial benachteiligten Kindern und die Ausbildung von Trainern setzt sich der Sporthilfe Tansania e.V. für die nachhaltige Unterstützung des Sports in Arusha (Nordtansania) ein. Zusätzlich hat der Förderverein es sich zur Aufgabe gemacht, den Kindern in Arusha nicht nur das Sporttreiben zu ermöglichen. Denn zum Sport gehört viel mehr, als nur das bloße Bereitstellen des Materials. Ziel ist es, gemeinsam Strukturen zu schaffen, die den Menschen Sicherheit und Freude am Miteinander vermitteln. Nähere Informationen zur Entstehung des Projekts, bisherigen Entwicklungsschritten sowie Eindrücken vor Ort sind auf der Website (https://sporthilfe-tansania.de, externer Link) oder dem folgenden Flyer ( https://online.fliphtml5.com/izqyk/atgf/#p=9, externer Link) zu finden.

Um diese Ziele zu erreichen, bitten Steffen Witte und die Sporthilfe Tansania um die Unterstützung der Schillerschule!

Diese Unterstützung kann auf drei verschiedenen Wegen zum Tragen kommen:

    1. Materialspende: Die Kinder besitzen teilweise weder Schuhe, Trikots, noch andere Materialien. Daher sammelt der Förderverein altes Sportmaterial und insbesondere Schuhe in Kindergrößen, die nach Tansania versendet werden können. Auch andere Materialien, wie Fuß- und Basketbälle, Hütchen oder Tore, werden dringend benötigt. Sollten sie und ihr Sportmaterialien und Sportschuhe besitzen, die vielleicht seit Jahren im Keller liegen oder auch so entbehrt werden können, können diese mit einer Spende einen guten Zweck unterstützen. Sollten sie Materialien beisteuern wollen, möchten wir sie bitten, diese ihrem Kind an diesem Donnerstag (29.06.) mitzugeben, sodass diese in der ersten Doppelstunde vor den Sportturnieren in den Klassen eingesammelt werden können. Zusätzlich können Materialien auch für alle anderen von Donnerstag bis Freitag in die grauen Boxen in der Pausenhalle gelegt werden.
    2. Geldspende: Für den Versand und die Beschaffung von Material sowie den Aufbau von Vereinen in Arusha wird zudem finanzielle Hilfe benötigt. Jede Spende wird hierbei vollständig zur Umsetzung der Projekte des Sporthilfe Tansania e.V. genutzt und kann mit einer Spendenbescheinigung bestätigt werden. Verwenden sie hierzu die folgenden Kontodaten (Sporthilfe Tansania, Spendenkonto DE57 2605 0001 0056 1022 05, Verwendungszweck: „Spende Schillerschule“) oder das PayPal-Konto (witte@sporthilfe-tansania.de). Zudem besteht die Möglichkeit den Verein nachhaltig mit einem Dauerauftrag als Vereinspate (Verwendungszweck „Vereinspate“) zu unterstützen. Geben sie zur Ausstellung einer Spendenbescheinigung unbedingt ihre Adresse im Verwendungszweck an.
    3. Reichweite: Sprechen sie über das Projekt oder folgen dem Verein auf den Social-Media-Kanälen und unterstützen sie so den Aktionsradius des Fördervereins.

Ich danke insbesondere im Namen von Steffen Witte und dem Förderverein bereits Vorab herzlich für jede Unterstützung und hoffe auf eine langfristige Kooperation!

Lukas Borm

Kloster auf Zeit

Kloster auf Zeit - Zeit im Kloster

Tägliches Aufstehen um 4:30 Uhr, Beten bis zum Umfallen, umgeben von schweigenden, konservativ eingestellten Mönchen = ora et labora im Kloster? Nicht ganz.

Die diesjährige Klosterfahrt haben wir zu sechst, gemeinsam mit Frau von Höne-Sievers, vom 06. bis 09. Juni in Nütschau in Schleswig-Holstein verbracht und sind dem Wahrheitsgrad derartigen Klischees auf den Grund gegangen.

Reflexion der Klosterfahrt 2023

Mit dem Läuten der Kirchenglocken wurden wir morgens um 6 Uhr geweckt und begaben uns um 6:30 Uhr zur Vigil („Nachtwache“, Morgengebet) und Laudes (Lob Gottes) in die Kirche. Das frühe Aufstehen und Zusammenkommen in der Kirche vor dem Frühstück wurde von mir bereits ab dem zweiten Tag als normal empfunden, hat mir eine gewisse Orientierung verliehen und dazu beigetragen, bereits früh am Morgen produktiv sein zu wollen. Nach dem Morgengebet habe ich mich erfrischt und aufgeweckt gefühlt, was ich anfangs nicht erwartet hätte. Dank der das Kloster umringenden ländlichen, idyllischen Umgebung war es uns möglich, dem stressigen Alltag in städtischer, meist von Lärm durchzogenen (schulischen) Umgebung zu entfliehen und etwas zur Ruhe zu kommen.

Nach dem Frühstück folgte eine ca. zweistündige Arbeitsschicht, die unter anderem aus Kaminholzaufstapeln, meditativem (!) Fugenkratzen und Unkrautjäten bestand, wonach um 11:45 Uhr, vor dem Mittagessen, gemeinsam das Mittagsgebet abgehalten wurde. Die Gebete zeichneten sich insgesamt zwar durch einige Momente des Schweigens aus, was jedoch meines Erachtens nach dem Innehalten und Insichgehen gutgetan hat und wodurch ich auch das zuvor Gelesene, Gesungene und Gehörte, wie beispielsweise die Psalmen und Lesungen, besser verarbeiten konnte.

Bis 17:30 Uhr, als die Vesper (Abendgebet) und Eucharistiefeier stattfand, gingen wir erneut unseren zugeteilten Beschäftigungen nach, entweder im Garten, Wald oder Jugendhaus, wo wir den Gedanken freien Lauf – und je nach Arbeitsort auch die Natur auf uns wirken lassen konnten.

Den durch die Gebetszeiten vorgegebenen strukturierten Tagesablauf habe ich persönlich als sehr angenehm und Halt gebend empfunden, da weniger Zeit damit verbracht werden musste, darüber nachzudenken, was für den Tag ansteht und es uns so möglich war, sich auf sich selbst und die Umgebung zu fokussieren und im Moment zu leben. Unter anderem führte ich beispielsweise eine Art „Screen Detox“, wodurch ich für den Großteil der Zeit digitale Unerreichbarkeit genoss, was mir rückblickend betrachtet gutgetan hat, um auch Stress abzubauen und die schulischen Pflichten für diese Woche etwas beiseite zu legen.

Aktuell wohnen 19 Mönche im Alter von 34 bis 92 Jahren im Kloster Nütschau. Zweien von ihnen, Bruder Bonifatius und dem Prior, Bruder Johannes, durften wir persönlich begegnen und ihnen Fragen aller Art stellen. Nicht erwartet hätte ich, dass sie so herzlich und offen uns gegenüber waren und sich auch den einen oder anderen Spaß mit uns erlaubt haben. Was mir außerdem besonders gefallen hat, war die positive Ausstrahlung der Mönche. Sie alle vermittelten den Eindruck von purer Lebensfreude und vollster Zufriedenheit und schienen eins mit ihrer Berufung (≠ Beruf) zu sein, was schön anzusehen war.

Highlight für uns war es außerdem zu erfahren, dass den Mönchen auf dem Klostergrundstück ein Pool zur Verfügung steht (den wir natürlich ausgetestet haben) und dass der Prior besser Tischkicker spielt als wir und sich von uns überreden ließ, nach der Komplet (Schlussgebet) um 21:15 Uhr noch ein Krökelturnier mit uns zu veranstalten, das er im Übrigen gewonnen hat.

Was ich mir darüber hinaus durch den Kontakt mit der Schülergruppe für die Zukunft angeeignet habe, ist das abendliche Meditieren, welches wir gemeinsam im „Raum der Stille“ abhielten. Das hat mich dazu motiviert, mir auch mal Zeit und vor allem Ruhe für mich selbst zu nehmen, um den vergangenen Tag zu rekapitulieren und vor dem Zubettgehen zu entspannen und loszulassen.

Zusammenfassend kann ich feststellen, dass sich die zu Anfang aufgezählten Klischees, die über Mönche und Klöster kursieren, keineswegs bestätigen ließen. Das Angebot „Kloster auf Zeit“, das auch als „Kloster Auszeit“ bezeichnet werden kann, habe ich persönlich sehr genossen und empfehle es jedem und jeder weiter – allein schon aus dem Grund, die Möglichkeit zu erhalten, sich mit einer neuen, womöglich noch fremden Lebensweise auseinandersetzen zu können und diese, in religiöser Ausdrucksweise, am eigenen Leibe zu erfahren.

Amélie, Jg. 12

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