Ein erlebnisreicher Monat in Warschau – Klara

Ein erlebnisreicher Monat in Warschau

Im Rahmen meines Auslandsaufenthaltes hatte ich die Möglichkeit, einen Monat in Warschau, Polen, zu verbringen. Diese Zeit war für mich eine sehr wertvolle Erfahrung, da ich nicht nur meine Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch die polnische Kultur und den Alltag vor Ort intensiv kennenlernen konnte. 

Von Anfang an wurde ich von meiner Gastfamilie sehr herzlich aufgenommen und direkt in den Familienalltag integriert. Besonders die gemeinsamen Abendessen sind mir in schöner Erinnerung geblieben, weil wir dort viel miteinander gesprochen haben. Mit meiner Gastschwester habe ich mich besonders gut verstanden. Obwohl sie das überhaupt nicht musste, hat sie mich oft mitgenommen, mir ihre Freunde vorgestellt und mir viele verschiedene Seiten ihres Lebens gezeigt. Dadurch konnte ich Warschau aus der Sicht einer Einheimischen kennenlernen und Orte entdecken, die ich als Touristin wahrscheinlich nie gesehen hätte. 

Ein wichtiger Grund für meinen Aufenthalt war, meine Polnischkenntnisse zu verbessern. Da ich zu Hause kein Polnisch spreche, obwohl meine Mutter in Polen geboren wurde, war es für mich besonders hilfreich, die Sprache jeden Tag im Alltag anzuwenden. Schon nach einem Monat habe ich deutliche Fortschritte gemacht. Vor allem habe ich gemerkt, dass ich mich inzwischen viel mehr traue zu sprechen und keine Angst mehr davor habe, Fehler zu machen. Herausfordernd waren für mich vor allem die Grammatik und die Aussprache, da sich beide stark vom Deutschen unterscheiden. 

Auch die Schule war eine spannende Erfahrung. Dort hatte ich mehrere Ansprechpartner, die sich um mich gekümmert und mir den Einstieg erleichtert haben. Obwohl ein Monat eine kurze Zeit ist und man sich deshalb nicht besonders intensiv kennenlernen kann, habe ich mich in der Klasse sehr wohlgefühlt. Umso mehr freue ich mich, dass wir auch nach meinem Aufenthalt noch Kontakt haben und uns wahrscheinlich wiedersehen werden. Das Schulsystem in Polen unterscheidet sich in einigen Punkten vom deutschen. Besonders aufgefallen ist mir, dass die jüngeren und älteren Jahrgänge stärker voneinander getrennt sind und dass die mündliche Note nicht so eine große Rolle spielt wie in Deutschland. Dadurch wirkte der Schulalltag deutlich familiärer. Insgesamt habe ich mich in der Schule schnell eingelebt und viele neue Eindrücke gesammelt. 

Besonders begeistert war ich von Warschau selbst. Die Stadt ist sehr groß und bietet unzählige Möglichkeiten für Freizeit, Kultur und Einkaufsmöglichkeiten. Gleichzeitig hat mich beeindruckt, wie sauber und ordentlich alles war. Auf den Straßen lag kaum Müll und auch die öffentlichen Verkehrsmittel waren sehr gepflegt. Das Bus- und Nahverkehrssystem hat hervorragend funktioniert. Die Busse waren sauber, modern und pünktlich, sodass man problemlos überall hinkommen konnte. Die Fahrzeiten zwischen verschiedenen Orten waren zwar oft recht lang, was vor allem an der Größe der Stadt lag, aber das hat mich nicht gestört. Im Gegenteil – ich hatte dadurch Zeit, die Stadt zu beobachten und es entschleunigte den Alltag. 

Während meines Aufenthaltes war ich deutlich mehr auf mich allein gestellt als bei einem früheren Schüleraustausch. Damals war ich länger vor Ort und konnte engere Freundschaften aufbauen. Das war anfangs ungewohnt und manchmal auch herausfordernd, aber genau daran bin ich gewachsen. Ich habe gelernt, die Stadt selbstständig zu erkunden, meinen eigenen Interessen nachzugehen und mich auch allein in einer neuen Umgebung zurechtzufinden. Rückblickend hat mich diese Erfahrung selbstständiger und selbstbewusster gemacht. Außerdem habe ich viele neue, nette Menschen kennengelernt, mit denen ich auch künftig noch Kontakt haben werde.

Insgesamt war mein Auslandsaufenthalt in Warschau eine unvergessliche Erfahrung. Ich habe nicht nur meine Sprachkenntnisse verbessert und die polnische Kultur besser kennengelernt, sondern mich auch persönlich weiterentwickelt. Die Erinnerungen an diesen Monat und die Menschen, die ich kennenlernen durfte, werden mich noch lange begleiten.

Klara R. 11. Jg. 

Mon séjour en France – Klara Ranke

Mon séjour en France - Klara

Im Rahmen des „Brigitte Sauzay“-Austausches verbrachte ich drei Monate in Toulouse im Süden Frankreichs. Dafür entschied ich mich, da mir die französische Sprache schon immer sehr gefiel und ich sie wirklich sprechen können wollte. Ich wollte ins Ausland, aber nicht zu weit weg und nicht für einen zu langen Zeitraum.
Von Toulouse hatte ich vorher kaum etwas gehört und war positiv überrascht. Südfrankreich unterschied sich erst einmal deutlich von Norddeutschland – Klima, Architektur und Lebensgefühl wirkten teils eher spanisch. Auch das Streetfood und manche Slang-Wörter waren merklich stark vom Spanischen beeinflusst.
In meiner Gastfamilie wurde ich sehr herzlich aufgenommen und war schnell ein Teil der Familie. Trotzdem war es anfangs seltsam, mit zunächst fremden Menschen in einer Sprache zu leben, die ich kaum verstand. Obwohl ich im Französischunterricht gut gewesen war, fiel mir das Sprechen zunächst schwer. Die gesprochene Sprache ist schneller und unterscheidet sich auch sonst stark von der Schriftsprache. Doch von Tag zu Tag wurde es besser. Wichtig ist, sich zu trauen zu sprechen – Fehler stören niemanden, im Gegenteil: Ich bekam stets viel Ermutigung und viele Komplimente zu meinem Französisch.
In meiner Klasse war ich die einzige deutsche Austauschschülerin, wodurch es anfangs durchaus schwierig war, Anschluss zu finden. Schnell wurde ich jedoch Teil einer Freundesgruppe, mit der ich in Frankreich sehr viel Zeit verbracht habe und mit der ich auch jetzt noch häufig in Kontakt stehe. So war ich gezwungen, Französisch zu sprechen, was mir sehr half. Ungewohnt waren die Essenszeiten sowie die noch stärkere Autorität der Lehrer. Im Alltag fiel mir auf, dass Pünktlichkeit – ganz wie im Stereotyp – lockerer gesehen wird und Begrüßungen wie das ständige „ça va?“ zum Miteinander dazugehören, was mir sehr gefallen hat.
Rückblickend hat sich der Austausch zweifellos gelohnt. Ich verstehe heute auch schnell gesprochenes Französisch problemlos, habe enge Freundschaften geschlossen und bin über mich hinausgewachsen. Würde ich noch einmal entscheiden müssen, würde ich es genauso machen – vielleicht sogar noch länger bleiben.

Vive la France! ; )

Erasmus-Aufenthalt in Schweden

Mein unvergesslicher Erasmus-Aufenthalt in Schweden

Im Sommer der 11. Klasse hatte ich das riesige Glück, knapp drei Monate in Schweden zu verbringen, und zwar über das Erasmus-Programm. Ich wohnte bei einer ganz herzlichen schwedischen Familie, die mich richtig gut in ihren Alltag eingebunden hat.

Gemeinsam haben wir sehr viel unternommen. Neben Ausflügen nach Helsinki und auf die Åland-Inseln haben wir auch Stockholm und die Umgebung erkundet. Wir waren unter anderem in Uppsala, in Vaxholm und in mehreren Museen unterwegs. Ein besonders beeindruckender Ausflug war nach Drottningholm, dem Wohnsitz der schwedischen Königsfamilie. In Stockholm selbst habe ich außerdem die berühmte Metro-Kunst entdeckt – die U-Bahn-Stationen fühlen sich dort wirklich wie kleine Kunstgalerien an.

In meiner Freizeit war ich viel draußen in der Natur, habe lange Spaziergänge gemacht oder bin joggen gegangen – und das bei erstaunlich gutem Wetter. Natürlich durfte auch die schwedische Fika nicht fehlen, ob mit Familie oder mit Freunden, oft mit selbst gebackenen Kanelbullar oder einem Kladdkaka. Auch die Flohmärkte, die sogenannten Loppis, waren für mich jedes Mal ein Highlight. Typisch ist es außerdem, sich mit Freunden in einer der großen Shoppingmalls zu treffen. Und der wöchentliche „Taco Friday“ gehörte natürlich genauso dazu.

Die Schule war ein bisschen anders als in Deutschland: Die Tage waren oft länger, so bis 15:30 Uhr oder sogar 17 Uhr, aber dafür gab es eine längere Mittagspause mit einem kostenlosen Essen. Die Atmosphäre war insgesamt sehr entspannt, und ich habe mich super schnell wohlgefühlt.

Alles in allem war dieser Aufenthalt eine unglaublich prägende Zeit, die mich persönlich sehr weitergebracht hat, und ich bin sehr dankbar für all die Erlebnisse und die neuen Freundschaften, die ich dort knüpfen konnte.

Antonia S., 11c

NorwegerInnen zu Gast an der Schillerschule

NorwegerInnen zu Gast an der Schillerschule

Zwischen dem 08.02. und dem 12.02.2026 hatten wir Besuch von neun norwegischen SchülerInnen.
Während unserer gemeinsamen Zeit haben wir den NorwegerInnen Hannover gezeigt, waren bowlen und haben einen Tagesausflug nach Goslar gemacht. Außerdem sind wir gemeinsam im Unterricht gewesen und haben in den vier Tagen an einem Projekt zur Nachhaltigkeit gearbeitet.

Unsere Eindrücke:

 

„Das Beste war, euch und die Familie kennenzulernen und Zeit mit euch zu verbringen.“ – Miriam (Norwegerin)

„Ich bin in deutschen Gesprächen sehr viel selbstbewusster geworden.“ – Emma (Norwegerin)

„Wir haben viel über Norwegen erfahren, auch wenn wir nicht vor Ort waren.“ – Annike (Deutsche)

„Die Norweger waren sehr offen und gesprächig.“ – Titus (Deutscher)

„Wir finden es interessant, dass in der Schule so viel mit iPads gearbeitet wird und es im Unterricht so viel mündliche Mitarbeit gibt.“ – Lukas, Tobias (Norweger)

 

Wir hatten eine richtig schöne Zeit zusammen. Besonders wertvoll waren die gemeinsamen Aktivitäten, die Gespräche und die Einblicke in den Alltag der jeweils anderen Kultur.

 

Antonia, Annike und Pauline, Jg.11

„Zwei Monate zwischen Kultur und Wachstum – unser Erasmus-Aufenthalt in Deutschland“

„Zwei Monate zwischen Kultur und Wachstum - unser Erasmus-Aufenthalt in Deutschland“

Während unseres zweimonatigen Aufenthalts in Deutschland haben wir eine sehr wichtige Erfahrung für uns gemacht. Am Anfang waren wir ein bisschen aufgeregt und auch ein bisschen verängstigt, denn alles war neu: die Sprache, die Schule und die Menschen. Mit der Zeit haben wir uns jedoch eingelebt und uns immer wohler gefühlt. 

Mit den Familien, die uns beherbergt haben, haben wir uns sehr wohl gefühlt. Sie waren nett, hilfsbereit und haben uns das Gefühl gegeben, zu Hause zu sein. 

Auch die Schule hat uns, trotz einiger Unterschiede zur Italienischen Schule, gut gefallen. In Italien gehen wir auch samstags zur Schule, aber dafür endet sie jeden Tag um 13:00.  Die Schule hier ist sehr groß: Es gibt viele Klassenzimmer, Labore und Gemeinschaftsräume. Wir fanden die Idee der Kinderspiele im Hinterhof sehr schön und interessant. Wir fanden es ungewöhnlich, dass wir in jedem Unterricht das Klassenzimmer wechseln mussten, denn in Italien sind es die Lehrer, die umziehen. Aber am Ende haben wir uns an die Idee gewöhnt. Wir haben auch mit neuen Fächern wie Informatik und Theater experimentiert und hatten viel Spaß dabei.  

Diese Erfahrungen haben uns geholfen, sowohl persönlich als auch kulturell zu wachsen. Das Leben in einem anderen Land hat uns unabhängiger gemacht. Wir lernten neue Leute kennen, entdeckten eine andere Kultur als unsere eigene und verbesserten die Sprache. Es war eine wertvolle Erfahrung, die uns sehr bereichert hat. 

Vittoria und Adele aus Italien

1 Monat Schweden über Erasmus+

1 Monat Schweden über Erasmus+

Hej hej!
So begrüßt man sich in Schweden, wo ich über Erasmus+ im März 2025 einen Monat verbringen durfte.
Meine Zeit in einem Vorort von Stockholm war eine sehr tolle Erfahrung — ich habe viele gute Kontakte knüpfen können und schreibe immer noch regelmäßig mit meiner Austauschpartnerin.
Auch in der Schule, die so ganz anders ist als in Deutschland, habe ich die Schweden als sehr aufgeschlossene Menschen kennengelernt. Zusammen mit Freunden, die ich dort gefunden hatte, hatten wir mehrfache Trips ins Zentrum und die verschiedenen Teile von Stockholm — die Stadt ist einfach wunderschön, so wie auch die schwedische Natur. Ausflüge zu kleinen, ruhigen Orten am Meer standen natürlich auch ganz oft auf dem Plan.
Was die schwedische Schule, die ich immerhin einen Monat lang besucht habe, angeht, so unterscheidet diese sich sehr von der Deutschen. Das, was mir wohl am meisten im Gedächtnis bleibt, ist das tägliche gratis Mittagessen, das die Schüler dort bekommen. Mit einer ganzen Stunde Mittagspause.
Ansonsten sind die Schultage aber viel länger als in Deutschland, was vor allem am Anfang viel Gewöhnungsbedarf forderte. Manchmal war ich erst gegen 17 Uhr wieder zu Hause. Der Regelfall ist jedoch, von 8:15 bis 15:30 Uhr Unterricht zu haben, womit ich also nachmittags trotzdem noch viel Zeit für verschiedene Aktivitäten hatte. So konnte ich beispielsweise mehrmals zu Hockeyspielen der örtlichen Mannschaft, da Hockey ja bekanntermaßen eine in Schweden weit verbreitete Sportart ist. Ansonsten verbringen schwedische Jugendliche ihre Freizeit auch nicht viel anders als in Deutschland — man trifft sich zum essen, geht in der Mall (die für einen so kleinen Vorort Stockholms recht groß ist) shoppen, treibt Sport zusammen.
Abgesehen davon hatte ich auch viele tolle Momente mit meiner Gastfamilie, die sich sehr bemüht hatten, mir alles Sehenswerte in Stockholm zu zeigen, wie beispielsweise Gamla Stan, die charmante Altstadt, oder bekannte Museen wie das Vasa Museum.
Gegen Ende meines Monats dort hatte ich mich so gut in Stockholm eingewöhnt, dass ich gern noch länger geblieben wäre, womit ich den Auslandsaufenthalt als volles Erfolgserlebnis betrachte.

Hanna I., 11c

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Logo Erasmus 2025

Auslandsjahr in Finnland

Auslandsjahr in Finnland

Hej!

Ich lebe jetzt seit knapp zwei Monaten als Austauschschülerin in Kirkkonummi in Finnland. Es macht mir sehr viel Spaß hier, auch wenn ich manchmal auf ein paar Schwierigkeiten stoße.

Ich gehe auf eine schwedischsprachige Schule hier und spreche auch mit meiner Gastfamilie Schwedisch, welches wegen einer schwedischsprachigen Minderheit von knapp 6 % in Finnland zweite Amtssprache ist. Diese Sprache, die ich schon relativ gut spreche, macht es natürlich viel einfacher, Kontakte zu knüpfen, andere Leute in der Schule und den Unterricht zu verstehen, aber es ist manchmal auch sehr frustrierend. Meine Fortschritte im Finnischen halten sich wegen der schweren Sprache in Grenzen und ich muss fast immer auf Englisch zurückgreifen, wenn jemand kein Schwedisch spricht.

Außerdem erlebe ich es so, dass das Klischee der ruhigen und sehr schüchternen Finnen stimmt. Bis jetzt ist noch kein einziger Finne von selbst auf mich zugekommen, wie es vielleicht in anderen Ländern wäre. Stattdessen schauen sie mich nur neugierig an und auch wenn ich von mir aus auf sie zugehe, dauert es, bis sie sich entspannt mit mir unterhalten.

In der Schule läuft es sonst aber ganz gut, mittlerweile habe ich ein paar Freunde gefunden, mit denen ich gemeinsame Kurse und dann Unterricht von 8:10 bis 15:40 Uhr nachmittags habe. Der Unterricht selbst ist aber ganz schön langweilig, in Mathematik wiederholen wir zum Beispiel gerade Brüche, und das in der (umgerechnet) 11. Klasse! Immerhin konnte ich mir ein paar Fächer aussuchen, die es in Deutschland nicht gibt, gerade habe ich Psychologie und ab Oktober werde ich Philosophie als Schulfach haben.

Obwohl also nicht alles ganz rund läuft, finde ich es hier echt schön. Ich hatte Glück, noch fast 6 Wochen Sommer zu genießen, mit seltenen 25 Grad, wo die Finnen natürlich alle schlapp zu Hause vor dem Ventilator hängen, weil es ihnen viel zu warm ist. Mittlerweile kühlt es in der Nacht aber auf fast 0 Grad ab und im Norden Finnland ist schon Schnee vorhergesagt. Ich wohne an der Südküste knapp 40 km von Helsinki entfernt und war schon oft draußen am Meer an der Schärenküste oder im Nationalpark wandern und die Natur ist einfach super schön.

Ich freue mich auch schon auf den Winter, wenn die Sonne knappe 5 Stunden scheint und hoffentlich genug Schnee liegt, dass ich mit Skiern zur Schule fahren kann, eisbaden und Schlittschuh fahren kann.

Moikka!

Claudia G., 11c

 

Weitere Infos finden Sie hier

Erasmus Estland

Tere Eesti

Dieses Jahr ging es für 16 SchülerInnen aus dem 10. Jahrgang vom 15. – 22. April 2023 nach Estland. Diese Reise hat uns Erasmus+ ermöglicht. Unsere ganze Reise stand unter dem Motto „Wasser“. Dabei haben wir nicht nur das Thema Wasser vertieft sondern auch die estnische Kultur kennengelernt. 

Unser Trip hat am Hannover Flughafen begonnen. Von da aus sind wir nach Riga geflogen, Hauptstadt von Lettland, und haben dort eine Nacht verbracht. Am nächsten Morgen sind wir mit dem Bus nach Pärnu (unserem Reiseziel) gefahren. Während der Busfahrt waren wir alle schon sehr aufgeregt, endlich unsere Austauschpartner kennenzulernen. Den restlichen Tag hatten wir Zeit um uns in der Familie einzuleben. Von da an hatten wir sechs wunderschöne Tage an der Küste von Estland. 

 

Da Wasser unser Thema war, haben wir uns auf unseren Exkursionen viel mit dem Thema beschäftigt, aber auch die Natur stand im Fokus. Wir haben zum allersten Mal ein Windrad von innen besichtigt. Dabei haben wir viel über erneuerbare Energien gelernt und wie wichtig sie für unseren Planeten sind. Wir durften unserem Guide, der auch da gearbeitet hat, viele Fragen stellen. 

Auch der Besuch eines Science Centers war sehr aufschlussreich. Dort haben wir viel über Estlands beeindruckende Wildnis gelernt. Der Center ist vor allem für Kinder gedacht, um spielerisch mehr über die Natur zu erfahren. Der Boden war mit kleinen Kieselsteinen gepflastert weshalb es eine schöne Fußmassage gratis dazu gab.

Außerdem haben wir ein Moor besichtigt, welches das zweitgrößte in ganz Estland ist. Über das Moor sind wir auf einem kleinen Holzweg 3 Stunden gewandert und eine Lehrerin hat uns über die Besonderheiten eines Moores aufgeklärt. 

Wir haben auch eine kleine mittelalterliche Insel besucht. Dort hat uns ein Einheimischer in dem hiesigen Museum herumgeführt. Unser Guide war sehr humorvoll und hat viele Späße mit uns gemacht. 

Auf all unseren Fahrten hat uns unser Busfahrer begleitet. Dieser hat uns auch stets ein warmes Mittagessen gekocht, das zu unser Überraschung sehr lecker war. 

 

Außerhalb der Exkursionen hatten wir viel Freizeit, in der wir viele verschiedene Aktivitäten mit unseren Gastfamilien gemacht haben. Wir waren Bowlen, bei einem Basketballspiel, shoppen, am Strand, picknicken oder Pizza essen. In Estland haben wir auch unsere neue Lieblingssüßigkeit

entdeckt. Kohuke hat uns jeden Tag den Tag versüßt. 

Wir haben in unseren Gastfamilien viel über die, für uns manchmal eigenartig wirkenden, Verhaltensweisen der Esten gelernt. Auffällig war, dass die Esten eher verschlossen waren und die meisten nicht an Smalltalk interessiert waren. Es war eine Herausforderung mit manchen SchülerInnen aber auch Eltern warm zu werden, was uns aber am Ende geglückt ist. 

 

An unserem letzten Tag haben wir mit unseren AustauschpartnerInnen zusammen gekocht und viele Spiele gespielt. Das war ein toller Abschluss nach unserer unvergesslichen Woche. Die estnischen LehrerInnen haben uns noch mehrere estnische Volkstänze beigebracht, bei denen wir maßlos gescheitert sind. Am frühen Abend haben wir uns von den LehrerInnen verabschiedet und noch „Capture the Flag“ gespielt. Danach haben wir den Abend am Strand beim Sonnenuntergang ausklingen lassen und unsere eigene kleine Party veranstaltet. Wir hatten sehr viel Spaß die Partyverhaltensweisen der EstInnen kennenzulernen und wir hatten eine unvergessliche Zeit. 

 

Wir haben die Reise in vollen Zügen genossen und viele einmalige Erfahrungen gesammelt. Wir sind zum einem mit den EstInnen, aber ganz besonders mit den Deutschen zusammengewachsen. 

Wir sind Erasmus unglaublich dankbar diese Chance, ein neues Land zu erkunden, bekommen zu haben. 

 

Sophia und Clara 10a 

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