Sporthilfe Tansania bittet um Unterstützung

Sporthilfe Tansania bittet um Unterstützung

Die Freude am Sport verbindet kulturübergreifend Menschen, Generationen und Gesellschaften.

Gerne möchte ich sie und euch auf den ehrenamtlichen und gemeinnützigen Verein Sporthilfe Tansania aufmerksam machen, der von unserem ehemaligen Schillerschüler Steffen Witte initiiert und gegründet wurde. Der Sport ist zentraler Bestandteil im Leben vieler Kinder in Tansania und spendet Hoffnung, Freude und Zusammenhalt. Durch die Organisation von Vereinen, materielle Unterstützung von sozial benachteiligten Kindern und die Ausbildung von Trainern setzt sich der Sporthilfe Tansania e.V. für die nachhaltige Unterstützung des Sports in Arusha (Nordtansania) ein. Zusätzlich hat der Förderverein es sich zur Aufgabe gemacht, den Kindern in Arusha nicht nur das Sporttreiben zu ermöglichen. Denn zum Sport gehört viel mehr, als nur das bloße Bereitstellen des Materials. Ziel ist es, gemeinsam Strukturen zu schaffen, die den Menschen Sicherheit und Freude am Miteinander vermitteln. Nähere Informationen zur Entstehung des Projekts, bisherigen Entwicklungsschritten sowie Eindrücken vor Ort sind auf der Website (https://sporthilfe-tansania.de, externer Link) oder dem folgenden Flyer ( https://online.fliphtml5.com/izqyk/atgf/#p=9, externer Link) zu finden.

Um diese Ziele zu erreichen, bitten Steffen Witte und die Sporthilfe Tansania um die Unterstützung der Schillerschule!

Diese Unterstützung kann auf drei verschiedenen Wegen zum Tragen kommen:

    1. Materialspende: Die Kinder besitzen teilweise weder Schuhe, Trikots, noch andere Materialien. Daher sammelt der Förderverein altes Sportmaterial und insbesondere Schuhe in Kindergrößen, die nach Tansania versendet werden können. Auch andere Materialien, wie Fuß- und Basketbälle, Hütchen oder Tore, werden dringend benötigt. Sollten sie und ihr Sportmaterialien und Sportschuhe besitzen, die vielleicht seit Jahren im Keller liegen oder auch so entbehrt werden können, können diese mit einer Spende einen guten Zweck unterstützen. Sollten sie Materialien beisteuern wollen, möchten wir sie bitten, diese ihrem Kind an diesem Donnerstag (29.06.) mitzugeben, sodass diese in der ersten Doppelstunde vor den Sportturnieren in den Klassen eingesammelt werden können. Zusätzlich können Materialien auch für alle anderen von Donnerstag bis Freitag in die grauen Boxen in der Pausenhalle gelegt werden.
    2. Geldspende: Für den Versand und die Beschaffung von Material sowie den Aufbau von Vereinen in Arusha wird zudem finanzielle Hilfe benötigt. Jede Spende wird hierbei vollständig zur Umsetzung der Projekte des Sporthilfe Tansania e.V. genutzt und kann mit einer Spendenbescheinigung bestätigt werden. Verwenden sie hierzu die folgenden Kontodaten (Sporthilfe Tansania, Spendenkonto DE57 2605 0001 0056 1022 05, Verwendungszweck: „Spende Schillerschule“) oder das PayPal-Konto (witte@sporthilfe-tansania.de). Zudem besteht die Möglichkeit den Verein nachhaltig mit einem Dauerauftrag als Vereinspate (Verwendungszweck „Vereinspate“) zu unterstützen. Geben sie zur Ausstellung einer Spendenbescheinigung unbedingt ihre Adresse im Verwendungszweck an.
    3. Reichweite: Sprechen sie über das Projekt oder folgen dem Verein auf den Social-Media-Kanälen und unterstützen sie so den Aktionsradius des Fördervereins.

Ich danke insbesondere im Namen von Steffen Witte und dem Förderverein bereits Vorab herzlich für jede Unterstützung und hoffe auf eine langfristige Kooperation!

Lukas Borm

Kloster auf Zeit

Kloster auf Zeit - Zeit im Kloster

Tägliches Aufstehen um 4:30 Uhr, Beten bis zum Umfallen, umgeben von schweigenden, konservativ eingestellten Mönchen = ora et labora im Kloster? Nicht ganz.

Die diesjährige Klosterfahrt haben wir zu sechst, gemeinsam mit Frau von Höne-Sievers, vom 06. bis 09. Juni in Nütschau in Schleswig-Holstein verbracht und sind dem Wahrheitsgrad derartigen Klischees auf den Grund gegangen.

Reflexion der Klosterfahrt 2023

Mit dem Läuten der Kirchenglocken wurden wir morgens um 6 Uhr geweckt und begaben uns um 6:30 Uhr zur Vigil („Nachtwache“, Morgengebet) und Laudes (Lob Gottes) in die Kirche. Das frühe Aufstehen und Zusammenkommen in der Kirche vor dem Frühstück wurde von mir bereits ab dem zweiten Tag als normal empfunden, hat mir eine gewisse Orientierung verliehen und dazu beigetragen, bereits früh am Morgen produktiv sein zu wollen. Nach dem Morgengebet habe ich mich erfrischt und aufgeweckt gefühlt, was ich anfangs nicht erwartet hätte. Dank der das Kloster umringenden ländlichen, idyllischen Umgebung war es uns möglich, dem stressigen Alltag in städtischer, meist von Lärm durchzogenen (schulischen) Umgebung zu entfliehen und etwas zur Ruhe zu kommen.

Nach dem Frühstück folgte eine ca. zweistündige Arbeitsschicht, die unter anderem aus Kaminholzaufstapeln, meditativem (!) Fugenkratzen und Unkrautjäten bestand, wonach um 11:45 Uhr, vor dem Mittagessen, gemeinsam das Mittagsgebet abgehalten wurde. Die Gebete zeichneten sich insgesamt zwar durch einige Momente des Schweigens aus, was jedoch meines Erachtens nach dem Innehalten und Insichgehen gutgetan hat und wodurch ich auch das zuvor Gelesene, Gesungene und Gehörte, wie beispielsweise die Psalmen und Lesungen, besser verarbeiten konnte.

Bis 17:30 Uhr, als die Vesper (Abendgebet) und Eucharistiefeier stattfand, gingen wir erneut unseren zugeteilten Beschäftigungen nach, entweder im Garten, Wald oder Jugendhaus, wo wir den Gedanken freien Lauf – und je nach Arbeitsort auch die Natur auf uns wirken lassen konnten.

Den durch die Gebetszeiten vorgegebenen strukturierten Tagesablauf habe ich persönlich als sehr angenehm und Halt gebend empfunden, da weniger Zeit damit verbracht werden musste, darüber nachzudenken, was für den Tag ansteht und es uns so möglich war, sich auf sich selbst und die Umgebung zu fokussieren und im Moment zu leben. Unter anderem führte ich beispielsweise eine Art „Screen Detox“, wodurch ich für den Großteil der Zeit digitale Unerreichbarkeit genoss, was mir rückblickend betrachtet gutgetan hat, um auch Stress abzubauen und die schulischen Pflichten für diese Woche etwas beiseite zu legen.

Aktuell wohnen 19 Mönche im Alter von 34 bis 92 Jahren im Kloster Nütschau. Zweien von ihnen, Bruder Bonifatius und dem Prior, Bruder Johannes, durften wir persönlich begegnen und ihnen Fragen aller Art stellen. Nicht erwartet hätte ich, dass sie so herzlich und offen uns gegenüber waren und sich auch den einen oder anderen Spaß mit uns erlaubt haben. Was mir außerdem besonders gefallen hat, war die positive Ausstrahlung der Mönche. Sie alle vermittelten den Eindruck von purer Lebensfreude und vollster Zufriedenheit und schienen eins mit ihrer Berufung (≠ Beruf) zu sein, was schön anzusehen war.

Highlight für uns war es außerdem zu erfahren, dass den Mönchen auf dem Klostergrundstück ein Pool zur Verfügung steht (den wir natürlich ausgetestet haben) und dass der Prior besser Tischkicker spielt als wir und sich von uns überreden ließ, nach der Komplet (Schlussgebet) um 21:15 Uhr noch ein Krökelturnier mit uns zu veranstalten, das er im Übrigen gewonnen hat.

Was ich mir darüber hinaus durch den Kontakt mit der Schülergruppe für die Zukunft angeeignet habe, ist das abendliche Meditieren, welches wir gemeinsam im „Raum der Stille“ abhielten. Das hat mich dazu motiviert, mir auch mal Zeit und vor allem Ruhe für mich selbst zu nehmen, um den vergangenen Tag zu rekapitulieren und vor dem Zubettgehen zu entspannen und loszulassen.

Zusammenfassend kann ich feststellen, dass sich die zu Anfang aufgezählten Klischees, die über Mönche und Klöster kursieren, keineswegs bestätigen ließen. Das Angebot „Kloster auf Zeit“, das auch als „Kloster Auszeit“ bezeichnet werden kann, habe ich persönlich sehr genossen und empfehle es jedem und jeder weiter – allein schon aus dem Grund, die Möglichkeit zu erhalten, sich mit einer neuen, womöglich noch fremden Lebensweise auseinandersetzen zu können und diese, in religiöser Ausdrucksweise, am eigenen Leibe zu erfahren.

Amélie, Jg. 12

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