Berufsorientierung der Klasse 11c: Abschlussfestival der Digitalen Lernallianzen

Berufsorientierung der Klasse 11c: Abschlussfestival der Digitalen Lernallianzen

Unsere Klasse (11c) hatte in diesem Halbjahr die Möglichkeit, am Projekt ”Digitale Lernallianzen” der Handwerkskammer Hannover teilzunehmen. Gemeinsam mit einer Klasse der Goetheschule arbeiteten wir mit insgesamt neun Betrieben und Einrichtungen zusammen. Unsere Klasse war dabei vier Partnerbetrieben zugeteilt: backstage hair concept (Friseursalon), der Lebenshilfe, dem Amtsgericht Hannover sowie Duensing (Tief und Eisenbahnbau). Die Klasse der Goetheschule arbeitete mit den fünf weiteren Betrieben zusammen. Zu Beginn des Projekts fand eine Auftaktveranstaltung statt, bei der wir das Projekt kennenlernten und den verschiedenen Partnerbetrieben zugeteilt wurden. Am 5. März besuchten wir unsere jeweiligen Betriebe. Dort erhielten wir bei Betriebsrundgängen und Gesprächen mit Mitarbeitenden, spannende Einblicke in den Arbeitsalltag und konnten viele Fragen stellen. Außerdem stellte jeder Betrieb eine Aufgabe, die wir im Zeitraum von März bis Juni im Berufsorientierungsunterricht bearbeiteten. Den Abschluss bildete das Abschlussfestival am 9. Juni in der Aula der Goetheschule. Nach der gemeinsamen Begrüßung präsentierte jede Gruppe ihren Partnerbetrieb und die Ergebnisse ihrer Arbeit. Die Präsentationen fanden zeitgleich in verschiedenen Klassenräumen statt und waren abwechslungsreich gestaltet: Einige Gruppen zeigten Präsentationen oder Videos, andere hatten kreative Mitmachaktionen vorbereitet. Die
Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs der Goetheschule konnten die einzelnen Räume besuchen und sich über die verschiedenen Betriebe informieren. Gegen Ende des Abschlussfestivals konnten auch wir uns über die Projekte und Betriebe der anderen Gruppen austauschen. Die Teilnahme an den Digitalen Lernallianzen war für uns eine spannende und lehrreiche
Erfahrung. Wir konnten nicht nur unsere Ergebnisse präsentieren, sondern auch viele neue Eindrücke aus der Berufswelt gewinnen. Besonders der direkte Kontakt zu den verschiedenen Betrieben und Einrichtungen half uns dabei, unterschiedliche Berufsfelder kennenzulernen und praktische Einblicke in die Arbeitswelt zu erhalten.

Futurepreneur

Futurepreneur

Es gibt keine verrückten Ideen

25 junge Leute haben sicher Ideen. Immer wieder. Manchmal auch verrückte. Aber welche Idee ist überhaupt verrückt (Easterpower – Saatgut im Tennisball? Ein Komplimente Kasten? Ein Gute Laune Stand?), welche ist dennoch brauchbar (Pimp your Bike? Das Kater Klaus Geschichtenkochbuch? Flower Power?), welche vielleicht ausbaubar (die Gewinnidee B-Waxtags)?

Diese Fragen und noch viele mehr zu beantworten stand im Mittelpunkt des Workshops ‚Campusunternehmer‘, der vom 2. bis 5. März 2020 durch den Verein Futurepreneur im Kulturhaus Hölderlin Eins durchgeführt wurde.

Natürlich ging es nicht um irgendwelche Ideen, es ging um die Entwicklung von Ideen, die dazu taugen Waren oder Dienstleistungen an die Frau und an den Mann zu bringen. Die 25 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 8a, 8c, 9b und 10c, die dem Aufruf zur Teilnahme gefolgt sind, bekamen zunächst auch theoretische Hintergründe zum „Gründen“, also von der Entwicklung einer Geschäftsidee bis hin zur Realisierung. Auch lernten sie echte Gründer, wie den 19-jährigen Jakob aus Hildesheim, der sich schon vor langer Zeit selbstständig gemacht hat, kennen und erkannten, dass bei allen Steinen auf dem Weg zum Erfolg genau dieser erreichbar ist. Gerade dieses Meeting hat viele am meisten beeindruckt.

In Deutschland wird zu wenig gegründet. Während in anderen Ländern sich junge (aber auch ältere) trauen, den Weg in die Selbstständigkeit zu gehen und ihre Ideen zu verwirklichen, bleiben die Ideen aus dem Lande der Dichter und Denker häufig nur in den Köpfen der Leute und werden viel zu selten verwirklicht. ‚Campusunternehmer‘ hat nicht das Ziel, dass aus den 25 Schillerschülern nun Gründer werden, aber es soll erreicht werden, dass diese 25 eventuell in der Zukunft zu solchen werden oder auch andere, also Freunde, Kommilitonen, Kollegen usw. darin bestärken, sich etwas zu trauen.

Und das haben diese 25 sich schon durch ihre Bereitschaft zur Teilnahme am Workshop, der seinen Höhepunkt bei der Vermarktung der selbst entwickelten Produkte und Dienstleistungen am Donnerstag auf der Lister Meile fand. Hier machten alle ganz unterschiedliche Erfahrungen und gewannen einen Eindruck Anbieter zu sein, Alex (Pimp your Bike) zum Beispiel berichtete, dass „manche Leute uns ihr Fahrrad anvertraut haben, während sie Einkaufen gegangen sind, andere fragten uns, ob wir ihr Fahrrad klauen wollten“. Eigentlich wollten sie es doch nur putzen, aufpumpen und die Kette ölen und so etwas Geld verdienen.

Oder die Erfahrung von Paula (Easterpower), die überrascht war, „dass so viele Leute interessiert waren“. Nicolai (Kater Klaus Kochbuch) ist davon überzeugt, dass von nun an der „Prozess von der Idee zum fertigen Produkt in Zukunft schneller gehen wird.“

Zum Schluss bekamen alle Teilnehmenden ihr Campusunternehmer-Diplom von Frau Günther überreicht. Frau Günther dankte den Trainern Vanessa und Jonas von Futurepreneur und dem Förderverein Freunde der Schillerschule, der die Kosten für die Raummiete übernommen hatte.

 

Timo Komarow, März 2020

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