Bigband-Sound, der begeistert – Workshop an der Schillerschule
Ein ganzer Tag im Zeichen von Groove, Phrasierung und Teamwork: Am 28. Februar 2026 verwandelte sich die Schillerschule in eine Jazzwerkstatt. 25 Schülerinnen und Schüler unserer Bigband arbeiteten intensiv mit den Dozenten Felix Petry, Benny Brown, Hans Wendt und Miles Perkin – und wuchsen dabei musikalisch wie auch als Band spürbar zusammen.
Arbeiten in Sections – Feinschliff im Detail
Der Workshop begann mit Proben in einzelnen Sections. Saxofone, Trompeten, Posaunen und Rhythmusgruppe arbeiteten getrennt voneinander an ihren Stimmen, an Klangbalance und Präzision. Dabei standen vor allem Jazzphrasierung, Artikulation und das Zusammenspiel innerhalb der Instrumentengruppen im Mittelpunkt.
Für viele Teilnehmende waren es gerade diese Detailarbeiten, die den entscheidenden Unterschied machten. Martin aus dem Saxofonsatz brachte es im anschließenden Interview auf den Punkt: „Aus ganz vielen kleinen Bausteinen wurde ein Gerüst, auf dem man jetzt richtig gut drauf aufbauen kann.“ Besonders das Verständnis für Jazzphrasierung habe sich deutlich vertieft, und auch das Zusammenspiel im Satz sei nun harmonischer.
In der Trompeten-Section ging es unter anderem um technische Feinheiten wie Zungenposition, Ansatz und Haltung des Instruments. Pepe berichtete begeistert, wie sehr ihn die individuellen Tipps weitergebracht hätten – nicht nur im Hinblick auf Höhe und Klang, sondern auch auf sein persönliches Spielgefühl. „Der Workshop hat uns nicht nur als Section und als gesamte Band weitergeholfen, sondern jeden auch individuell unterstützt“, fasste er zusammen.
Auch Eike hob hervor, wie sehr sich die Arbeit an Details unmittelbar auf den Gesamtklang auswirkte: Beim gemeinsamen Spiel seien die Akzente „viel saftiger“ gewesen, alles habe besser zusammengepasst. Besonders das Stück „Indiana“ habe dadurch enorm gewonnen.
Vom Detail zum Gesamtklang – Die Abschlussprobe
Nach intensiver Section-Arbeit folgte die gemeinsame Abschlussprobe mit der gesamten Bigband unter der Leitung von Benny Brown. Unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler dabei von allen Dozenten, die selbst mitspielten und so mitten im Klanggeschehen standen.
Hier zeigte sich eindrucksvoll, wie die zuvor erarbeiteten Bausteine ineinandergreifen. Das Zusammenspiel wirkte geschlossener, dynamischer und stilistisch sicherer. Besonders beeindruckend waren die Fortschritte bei „Blame It on the Boogie“ von den Jackson Five sowie beim Jazzstandard „Indiana“. Phrasierungen saßen präziser, Einsätze kamen auf den Punkt, und die Band entwickelte einen deutlich transparenteren, zugleich kraftvollen Bigband-Sound.
Neben den musikalischen Ergebnissen spielte auch der soziale Aspekt eine wichtige Rolle. Theo und Lukas betonten im Interview, wie sehr der Workshop das Gemeinschaftsgefühl gestärkt habe. „Einfach mit der Band etwas zu unternehmen und mehr zu einer Truppe zusammenzuwachsen – das macht richtig Spaß“, hieß es. Die Arbeit mit professionellen Musikern, die nicht nur fachlich überzeugten, sondern auch mit Geduld, Humor und Offenheit begegneten, sei für alle eine besondere Erfahrung gewesen.
Dank an unsere Förderer
Ein solcher Workshop ist nur mit Unterstützung engagierter Partner möglich. Unser herzlicher Dank gilt der LAG Schulbands in Niedersachsen e.V., dem Niedersächsischen Kultusministerium im Rahmen des Programms „Hauptsache:Musik“ sowie der Sparkasse Hannover. Ihre Förderung hat diesen intensiven musikalischen Tag ermöglicht.
Ausblick: Doppelkonzerte im März
Wer die Ergebnisse des Workshops live erleben möchte, hat schon bald Gelegenheit dazu:
Am 12. März um 18.00 Uhr findet ein Doppelkonzert in der Bismarckschule statt.
Am 19. März um 19.00 Uhr folgt ein weiteres Doppelkonzert in der Aula der Schillerschule. Der Eintritt ist frei.
Der Workshop hat gezeigt, welches Potenzial in unserer Bigband steckt – und dass aus 25 engagierten Musikerinnen und Musikern mit professioneller Unterstützung ein Klangkörper entstehen kann, der begeistert. Das musikalische „Gerüst“ steht – nun darf weitergebaut werden.












