Der Aufbruch ins neue Jahrtausend

Nach mehreren Änderungen in den „Stundentafeln“, durch die vom Kultusministerium die in den einzelnen Fächern zu erteilenden Unterrichtsstunden festgelegt werden, gab es eine einschneidende Reform der Oberstufe. Denn 1972 einigten sich die Kultusminister auf die „Vereinbarung zur Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe in der Sekundarstufe II“, die Oberstufenreform: Sie war eine Änderung für den Oberstufenunterricht und das Abitur in ganz Westdeutschland. An der Schillerschule gab es 1978 die letzte Reifeprüfung mit dem Abschlusszeugnis „Zeugnis der Reife“. 1975/76 begannen die 11. Klassen mit dem Vorsemester, dann folgten vier Semester in der Kursstufe und 1979 ein Prüfungssemester mit den Abiturprüfungen in vier Prüfungsfächern, davon eines nur mündlich. Als Abschlusszeugnis erhielten die Abiturienten das „Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife“.

Das Kollegium der Schillerschule Hannover im August 1979

Die Vereinbarung von 1972 entschied sich gegen die nur thematische Differenzierung, wie sie z.B. das Buxtehuder Modell vorsah. Alle Fächer waren gleichberechtigt und wurden in Aufgabenfeldern gruppiert: das sprachlich-literarisch-künstlerische (A), das gesellschafts-wissenschaftliche (B) und das mathematisch-naturwissenschaftliche (C). Sport wurde keinem Aufgabenfeld zugeordnet. Damit wurden die traditionellen Zweige (neusprachlich oder mathematisch-naturwissenschaftlich) aufgelöst zugunsten individueller Wahlmöglichkeiten der Schüler, die ein Vielfaches an Kombinationen von Prüfungsfächern und weiteren Grundkursfächern ermöglichte. Eine zu große Einseitigkeit in der Fächerwahl wurde durch Auflagen an die Prüfungsfächer und an die weiteren Fächer vermieden.

In Oberstufenjahrgängen mit mehr als 100 Schülern konnte die Schule den Schülern auch ein entsprechendes Kursangebot bieten. Schwierigkeiten ergaben sich nicht nur für die Schillerschule bei zahlenmäßig kleinen Jahrgängen, beispielsweise 1997 beim kleinsten Abiturjahrgang mit 38 Abiturienten. Für ein noch angemessenes Kursangebot mussten jahrgangsübergreifende Kurse gebildet sowie Leistungs- und Grundkurse kombiniert werden. Es fanden auch Kurse in Kooperation mit anderen Schulen statt, wegen der organisatorischen Zwänge teilweise auch nachmittags. Mit unserer Nachbarschule, dem Kurt-Schwitters-Gymnasium in Misburg, kooperieren wir bei Jahrgangsstärken von etwa
65 Schülern noch heute.

Die vorher offiziell nicht zulässigen Notentendenzen (+ oder -) wurden mit der Einführung eines 15-Punkte-Systems legitimiert. Neu war auch die Ermittlung der Abiturnote. Diese wurde jetzt rein rechnerisch aus den Kursnoten der vier Kurshalbjahre der Jahrgänge 12 und 13 im Block I (Grundkurse), Block II (Leistungskurse) sowie dem Block III (Ergebnisse der Abiturprüfung) ermittelt, während früher eine Gesamtwürdigung der beiden letzten Schuljahre stattgefunden hatte. Hat also ein Schüler in einem Block nur einen Punkt weniger als die geforderte Mindestpunktzahl, hat er die Abiturprüfung nicht bestanden, selbst bei Höchst-punktzahlen in den anderen Blöcken. Im Laufe der Jahre änderten sich die Bedingungen für die Fächerwahl. Im Wesentlichen wurden die Wahlmöglichkeiten der Schüler jedes Mal weiter eingeschränkt. Beispielsweise konnten anfangs noch Mathematik oder die Fremdsprachen nach der 12. Jahrgangsstufe abgewählt werden oder es konnte auf Deutsch oder Fremdsprachen als Prüfungsfach verzichtet werden, heute müssen diese Fächer durchgehend belegt werden.

Der Haupteingang 1980: noch ohne Bepflanzung und ohne Geländer an den Treppenstufen.

Seit dem Abiturjahrgang 2000 müssen alle Schüler im zweiten Kurshalbjahr in einem Leistungsfach statt der zwei Klausuren eine Facharbeit schreiben. Die Facharbeit gibt den Schülern innerhalb von sechs Wochen Gelegenheit zur vertieften selbständigen und wissenschaftspropädeutischen Arbeit in einem Spezialgebiet des Kursthemas. Es hat sich inzwischen gezeigt, dass die Schüler durch den damit verbundenen Gewinn an Fertigkeiten und Erfahrungen erheblich profitieren. Neu ist auch eine sogenannte „besondere Lern-leistung“ (Jahresarbeit im 13. Jahrgang mit Kolloquium). Damit soll den Schülern Gelegenheit gegeben werden, Qualifikationen, die über den Unterricht hinausgehen (z.B. Leistungen bei „Jugend forscht“), in die Abiturnote einzurechnen.

Zu den nennenswerten Umbauten Mitte der 70er Jahre gehört die Sanierung des A-Traktes mit Brandschutztüren, Notausstiegsfenstern für das Anleitern der Feuerwehr und Notrufeinrichtungen. Außerdem wurden für die drei Naturwissenschaften Übungsräume mit Energiesäulen eingerichtet.

Schillerapfel 1979

 

Der vom Kunstlehrer Dietrich („Molli“) Leuchtenberger entworfene „Schillerapfel“, Logo unserer Schule seit 1979.

Anfang der 80er Jahre wurden die Unterrichtsräume 50 und 51 im Block D umgebaut. Es entstanden fünf Räume: einer für die Schulassistentin, drei für Koordinatoren und ein Kartenraum. Als die Karten in die Sammlungen der jeweiligen Fachräume ausgegliedert wurden, richtete die Kollegin Beatrix Rotter-Grunwald im Kartenraum 1999 eine Service-Station für Schülerinnen ein.

Erstmals 1986 gab es an der Schillerschule für die Jahrgänge 11 und 12 das neue Fach „Informatik“. Voraussetzungen dafür waren die Einrichtung des Informatikraums (A 15) mit
8 Apple IIe und ein Weiterbildungsprojekt mit Prüfung der Kollegen Rüdiger Thiemann und Wolfgang Müller im Rahmen der regionalen Lehrerfortbildung. Seit 1987 besteht eine Fach-konferenz Informatik. Mittlerweile existieren an der Schillerschule ein PC-Raum im Block B mit 18 Arbeitsplätzen Pentium 2 mit 500 MHZ und jeweiligem Internetanschluss sowie, räumlich verbunden, ein Projektions- und Arbeitsraum.

Das Kollegium der Schillerschule Hannover im August 1986

Die geburtenschwachen Jahrgänge in den späten 70ern und frühen 80ern sowie die Einführung der Orientierungsstufe (1978/79 gab es keine Klassen 5 und 1979/80 keine Klassen 6 mehr) führten 1990/91 zu einem Tiefpunkt der Schülerzahl von nur 502. Danach stiegen die Schülerzahlen wieder leicht bis auf 569 Schüler im Schuljahr 2003/2004 an.

1987-2000 OStD

Nach der Pensionierung von OStD Hanns Teille übernahm sein Stellvertreter, StD Dr. Hans-Werner Klanke für ein halbes Jahr kommissarisch die Schulleitung. Im Dezember 1987 begann die Ära von OStD Dr. Wolfgang Fregien, der uns zum 21. Jahrhundert führte. Die stundenweise Abordnung von Lehrern an die Orientie-rungsstufen Anderten, Bemerode und insbesondere Nackenberg -Ende der 90er war ein Drittel des Kollegiums mit einem Teil der Stundenzahl abgeordnet- brachte für die Lehrkräfte erhebliche Belastungen durch Fahrwege und zusätzliche Konferenzen. Andererseits wurde dadurch, dass die Schüler einen Teil ihrer Schillerschullehrer schon kennen gelernt hatten, ihr Wechsel von der Orientierungsstufe zum Gymnasium erleichtert. Wir Lehrkräfte haben dadurch den Kontakt zu den Jahrgängen 5 und 6 nie verloren, was die im nächsten Schuljahr beginnende Aufnahme der Unterstufe sicher erleichtern wird.

Die Schillerschule war eine der ersten Schulen, die ab 1990 von der Möglichkeit Gebrauch machte, nur noch jeden zweiten Samstag Unterricht zu erteilen. Nachdem dieses von Schülern, Eltern und Lehrern begeistert angenommen worden war, zogen die meisten Gymnasien in Hannover nach. Nach Kürzung des Unterrichts in der Mittelstufe um zwei Wochenstunden war ab 1995/96 dann jeder Samstag frei. Häufig fand nun auch Pflicht-unterricht in der 7. Stunde statt und daran schlossen sich oft noch weitere Veranstaltungen (Sport- und Informatikunterricht sowie AGs) an. 1996/97 wurden daher die ersten beiden großen Pausen von 20 auf 15 Minuten verkürzt und nach der 6. Stunde noch eine dritte 15-minütige große Pause eingefügt.

1998 wurden der Werkraum zur Schülerbücherei umgestaltet und gegenüber der SV-Raum sowie ein Unterrichtsraum zur Cafeteria umgebaut. Der Einkauf und der Verkauf in den ersten beiden großen Pausen wurde dann nicht mehr vom Hausmeister Herrn Jakob, sondern von einer Arbeitsgemeinschaft unter Leitung der Kollegen Colette Meine und Volker Grefe organisiert. Von 2000 bis 2002 übernahm die Sozialpädagogin Frau Miehe-Hessan die Leitung der Cafeteria. Seit zwei Jahren wird die Cafeteria von einem Elternteam unter Leitung von Herrn Martinsen bewirtschaftet und ist von 9.00 bis 14.00 Uhr geöffnet. In den Pausen helfen Schüler der Cafeteria-AG. Es gibt erfreulicherweise an den zwei Wochentagen mit dem meisten Nachmittagsunterricht warme Mittagessen. Das vielfältige und wechselnde Angebot ist sehr gut angenommen worden, und zwar von allen in der Schule Tätigen. Den Schülern und vor allem den Eltern gebührt höchste Anerkennung und Dank.

2001: Teilnehmer bei der Arbeit in der Benediktinerabtei Münsterschwarzach

Seit Jahren werden an der Schillerschule in den Klassen 7, 9 und 11 Klassenfahrten und zu Anfang des 13. Jahrgangs Studienfahrten durchgeführt, die für die Schüler Höhepunkte ihrer Schulzeit sind. Zusätzlich werden viele weitere Exkursionen und Fahrten durch-geführt, beispielsweise „Kloster auf Zeit - Zeit im Kloster“: Seit dem Schuljahr 1995/96 finden jährlich -alternierend in einem Frauen- bzw. Männerkloster des Benediktinerordens- für interessierte Schüler der Jahrgänge 11 bis 13 unter Leitung des katholischen Religionslehrers Christoph Vogel Tage religiöser Orientierung statt. Ziel ist es, in fünf Tagen das Klosterleben intensiv kennen zu lernen, gemäß dem Wahlspruch „ora et labora“ („bete und arbeite“).

Seit dem Schuljahr 1997/1998 gibt es ab der Klasse 9 den grafikfähigen Taschenrechner TI83, womit sich inhaltlich der Mathematikunterricht einschließlich der Abiturprüfungen erheblich änderte. Dies war ein vergleichbarer Einschnitt wie in den 70er Jahren, als der TI30 den Rechenschieber und die Logarithmentafel ablöste.

Seit 1997 können Schillerschüler der 7. Klassen wählen, ob sie in den Fächern Geschichte, Erdkunde, Politik, Biologie oder Sport in englischer Sprache unterrichtet werden möchten. Der so genannte bilinguale Sachfachunterricht wird als mögliches mündliches Prüfungsfach bis zum Abitur geführt. Teilnahme und englischsprachige Prüfung im bilingualen Sachfach können dann ergänzend zum Abiturzeugnis zertifiziert werden.

Als Perspektiven für die Zukunft werden der Ausbau des bilingualen Unterrichts und externe Prüfungen in Englisch gesehen. Gegenwärtig hoffen wir auf die Genehmigung unseres COMENIUS-Projektes, durch das eine Zusammenarbeit mit Schulen in anderen
EU-Mitgliedsländern gefördert würde.

Zahlreiche Schillerschüler verbringen einen Teil ihrer Schulzeit im Ausland. Diese längeren Auslandsaufenthalte mit Schulbesuch werden von den Lehrkräften durch Beratungen unterstützt und durch Gutachten ermöglicht. Seit einigen Jahren organisieren wir für Schüler der 9. und 10. Klassen eine Informationsveranstaltung für ein Schuljahr im Ausland, bei der unter anderem Schüler mit Auslandserfahrung Tipps an Interessierte weitergeben.

2000 bis heute OStD’ Doris Espel

Im Januar 2000 wurde OStD Fregien mit einer offiziellen Feier in der Aula und einem ergreifenden Fest in der Pausenhalle verabschiedet. Seinem vorausschauenden Einsatz ist es zu verdanken, dass er dabei seine Nachfolgerin, OStD’ Doris Espel, vorstellen konnte und die Position des Schulleiters nicht wie üblich eine Zeit lang vakant blieb.

Seit dem Schuljahr 2000/2001 gibt es an der Schiller-schule als neues Fach „Darstellendes Spiel“. In der Oberstufe können die Schüler im künstlerisch-musischen Bereich nicht mehr nur noch zwischen Kunst und Musik wählen, sondern im Fach Darstellendes Spiel ihre schauspielerischen Fähigkeiten einbringen.

Seit zwei Jahren wird Spanisch als Arbeitsgemeinschaft angeboten. Sobald unsere beiden Spanischlehrerinnen ihr Zusatzstudium abgeschlossen haben, sind eine Erweiterung des wahlfreien Unterrichts ab Klasse 9 oder Spanisch als neu beginnende Fremdsprache ab Klasse 11 möglich.

Mit Beginn des Schuljahres 2000/2001 hat sich die Schillerschule am Projekt Formel X des Niedersächsischen Kultusministeriums beteiligt, das an den Schulen das Interesse an mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Fächern steigern soll. Dies bedeutet eine Zusammenarbeit der Fächer Mathematik, Physik, Chemie und Biologie sowie die Öffnung des Unterrichts für anwendungsorientierte Fragestellungen. Die Schüler sollen frühzeitig einen Einblick in den Hochschul- und Betriebsalltag gewinnen und auf diesem Wege leichter eigene berufliche Perspektiven entwickeln. In der Region Hannover hat die Schillerschule 2003 diesen Wettbewerb wegen des überzeugenden Konzepts, der großen Breitenwirkung und der Spitzenförderung gewonnen.

In Niedersachsen müssen seit dem Schuljahr 2001/2002 in allen Abschlussklassen Prüfungen stattfinden, an der Schillerschule damit auch in den Klassen 10, an deren Ende verschiedene Abschlüsse erreicht werden können und einige Schüler in eine Berufsausbildung abgehen. Die Schüler der 10. Klassen müssen in Mathematik sowie Deutsch oder einer Fremdsprache eine schriftliche und in einem vom Schüler gewählten weiteren Fach eine mündliche Leistungsüberprüfung ablegen. Im Schuljahr 2002/2003 mussten außerdem alle Schüler der 8. Klassen in Niedersachsen in Mathematik eine landesweit einheitliche Klassenarbeit schreiben. Solche zentralen Überprüfungen sind in Zukunft für verschiedene Klassenstufen und Fächer geplant.

In den 70er Jahren wurden Modelle zur Praxis- und Berufsorientierung diskutiert und erprobt. Durch das Engagement des Kollegen Hartmut Schulz-Warber hatte die Schillerschule in den Klassen 9 und 10 im Fach Sozialkunde, Gemeinschaftskunde oder Politik über Jahre eine Vorreiterrolle. Das erste zweiwöchige gymnasiale Betriebspraktikum in Hannover wurde 1971 mit einer Klasse 13 der Schillerschule als Modellversuch durchgeführt. Inzwischen findet es als verpflichtender Teil der gymnasialen Ausbildung in allen Gymnasien in der 11. Klasse statt und ist an den Unterricht im Fach Politik angegliedert. Es wird durch einen umfangreichen Praktikumsbericht dokumentiert und reflektiert. Auf Initiative der Kollegin Renate Walljes hin wird das Betriebspraktikum an unserer Schule seit 2002 durch ein einwöchiges Sozialpraktikum in Klasse 9 ergänzt, über das die Schüler ebenfalls einen Bericht anfertigen.


Herstellung des Mosaiks für den Tisch im Raum A7

Im Jahre 2002 wurde der Biologie-Hörsaal, den Ehemaligen auch als „Brandau-Hörsaal“ bekannt, im Rahmen der Formel-X-Aktivitäten mit Spenden von Firmen und Eltern zu einem modernen Multi-Media-Raum mit PC, Video-, DVD- und Tontechnik mit allen Projektionsmöglichkeiten und Internetanschluss umgebaut. Ein Medienkonzept der Schule sichert die Beteiligung aller Fächer bei der Schulung in der Nutzung der Neuen Technologien. Ebenso wie viele andere Räume konnte der Biologie-Hörsaal aus Kostengründen nur durch Eigenleistung von Eltern, Schülern und Lehrern renoviert werden. Der unansehnliche Experimentiertisch wurde von der Referendarin Monika Massanz und einigen Schülern in der Freizeit mit einem Mosaik verkleidet. Durch erfolgreiche Bewerbung um Sondermittel, durch zahlreiche Sponsoren und die Unterstützung unserer Eltern und Schüler verfügen wir inzwischen im ehemaligen Sprachlabor über einen zweiten Computerraum, über den oben bereits berichtet wurde. Seit 2003 ist die Schillerschule vollständig vernetzt. Alle Klassen- und Fachräume verfügen über eine feste Kabelverbindung oder einen Funkanschluss zum Internet. Durch die Anschaffung von Laptops und Beamern stehen die Neuen Technologien für alle Unterrichtssituationen zur Verfügung und werden nach verschiedenen Lehrerfortbildungen auch zunehmend genutzt.

Das Sportaußengelände war wegen Dioxinbelastung von etwa 1990 bis 1994 gesperrt und wurde daher auch nicht gepflegt. Nachdem das Sportaußengelände wieder freigegeben wurde -weil andere Höchstwerte für die Dioxinbelastung festgelegt wurden-, ist allerdings außer Rasenmähen kaum noch etwas für die nach vierjähriger Sperrung dringend notwendige Sanierung geschehen. Lediglich der Rasenplatz konnte zeitweise genutzt werden. Da der Rasenplatz trotz der Tatkraft von Sportlehrer Guntram Buff von Maulwürfen und Kaninchen unterhöhlt war, musste er 2000 wegen Unfallgefahr wieder gesperrt werden. Nach einer Sanierung konnte die Schule den Rasenplatz ab Sommer 2003 wieder nutzen. In diesem Zusammenhang einen herzlichen Dank an unsere Schulelternratsvorsitzende, Frau Terberger, ohne deren unermüdlichen Einsatz die Sanierung vermutlich nicht möglich gewesen wäre. Nach Beginn der Sanierung des Kieselrotplatzes im Herbst 2003 hoffen wir, im Jubiläumsjahr auch wieder die leichtathletischen Disziplinen auf dem restlichen Außengelände durchführen zu können.

Schillerapfel

 

Nach 25 Jahren hat die Schillerschule zum 50jährigen Jubiläum ein neues Logo erhalten. Den neuen „Schillerapfel“ hat die ehemalige Schülerin Monika Steinhoff (Abi 1991) entworfen. 

Über die vielfältigen und erfolgreichen Arbeitsgemeinschaften der Schillerschule wird noch an anderer Stelle berichtet. Hier soll nur erwähnt werden, dass viele Anschaffungen nur durch die Arbeitsgemeinschaft „Energie- und Verkehrszentrum“ unter Leitung von Dr. Reinhard Wiedemann möglich geworden sind. Wegen Energieeinsparungen und damit Minderung der CO2-Emissionen sind der Schule seit 1996 von dem Schulträger, der Stadt Hannover, erhebliche zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt worden. Mehrere Preise von Firmen und anderen Organisationen kamen hinzu. Beispielsweise erhielten die Schüler 1992 von der Firma Otto Werner ein Elektrofahrrad das von Studenten der Universität Nürnberg konstruiert wurde und im Physikunterricht zur praktischen Erfahrung dient. Aufgetankt wird es über eine Batterie, die ihren Strom aus Solarzellen empfängt.

Beschleunigt durch die Ergebnisse der PISA-Studie stehen der Schillerschule die nächsten Schulreformen unmittelbar bevor. Nach Abschaffung der Orientierungsstufe kommen ab dem Schuljahr 2004/2005 nach 25 Jahren die Klassenstufen 5 und 6 wieder an die weiterführen-den Schulen. Im nächsten Schuljahr werden an der Schillerschule daher drei Jahrgänge neu aufgenommen: als Jahrgangsstufe 5 die Schüler von den Grundschulen und als Jahrgangs-stufen 6 und 7 die Schüler von den Orientierungsstufen. Neben der Bismarckschule werden wir das einzige Gymnasium in Hannover sein, in dem alle Schüler „unter einem Dach“ unterrichtet werden, dem also die Wiedereingliederung der Klassen 5 und 6 ohne Unterricht in einer Außenstelle gelingen wird.

Für 2006 ist das erste Zentralabitur geplant und für 2011, ab dem Jahrgang 6 im Schuljahr 2004/2005, das Abitur nach 12 Jahren. Voraussichtlich wird es wieder mehr Nachmittags-unterricht geben, weil die von den Gymnasiasten bis zum Abitur zu leistende Gesamt-stundenzahl von 265 Stunden für neun Jahrgänge nun auf nur noch acht Jahrgänge (5 bis 12) verteilt werden muss.

Darüber hinaus werden in allen Fächern und allen Jahrgangsstufen neue Rahmenrichtlinien und einheitliche Prüfungsanforderungen beachtet werden müssen.

Ab Sommer 2004 soll die Schillerschule saniert werden. Im ersten Bauabschnitt sind die Trakte A und B und die Sporthallen geplant, danach die restlichen Gebäude. Während der Sanierung werden wir die Räume der dann ehemaligen OS Nackenberg nutzen.

Für die nächste Chronik wird man an dieser Stelle wohl ein neues Kapitel beginnen müssen, denn durch die beschriebenen Änderungen wird sich das Schillerschulleben erheblich verändern.