Lehrkräfte an der Schillerschule
Astrid Böttcher
Fächer: Deutsch, evangelische Religion, Darstellendes Spiel
Nachruf auf Astrid Böttcher,
Studienrätin für Deutsch, Ev. Religion und Darstellendes Spiel
Am 16. Juli 2011 starb Astrid Böttcher im Alter von nur 45 Jahren während ihres Urlaubs auf Kreta – für uns alle unfassbar und erschütternd! Dass sie an einem plötzlichen Herzversagen verstorben ist, also nicht hat leiden müssen, ist wenig tröstlich.
„Sie hat ihren Beruf gelebt und geliebt.“
Diese Worte eines Schülers auf der gemeinsamen Fahrt zurück von der Trauerfeier sind der gesamten Schulgemeinschaft aus dem Herzen gesprochen.
Astrid Böttcher bleibt uns mit ihrem Lächeln in Erinnerung, mit dem sie sehr herzlich, offen und feinfühlig, interessiert und hilfsbereit auf andere zugegangen ist. Sie war engagiert – auch in ihrer Funktion als Frauenbeauftragte - und zeigte Rückgrat, war in ihrer Kritik immer konstruktiv. Ihr waren gemeinsam gehbare Wege wichtig.
Wir Kolleginnen und Kollegen haben ihre große Fachkompetenz geschätzt und an sie als nächste Fachobfrau für Deutsch gedacht. Auch dass sie vielfältig interessiert war und gerne über die Grenzen des Faches hinausgeschaut hat, war eine Bereicherung.
Zu ihren Schülerinnen und Schülern hatte sie eine motivierende emotionale Bindung und förderte jeden Einzelnen in seinen Stärken, unterstützte aber auch diejenigen, die schulische oder persönliche Probleme hatten. „ Frau Böttcher hat nie jemanden hängen lassen“, so geht es gewiss manchem Schüler durch den Kopf, der sich daran erinnert, dass sie immer zutiefst pädagogisch argumentierte.
Alle in einem Miteinander zu stärken war ihr ein Bedürfnis. Und das gab über die Unterrichts-situation hinaus viel Sicherheit. Ihre Schülerinnen und Schüler fühlten sich als Menschen ernst genommen und unterstützt, und so wurde sie allseits in hohem Maße respektiert. In ihrem Lob und ihrer Kritik war sie authentisch: „Man konnte ganz klein oder ganz groß aus dem Unterricht hinausgehen.“
Ihren Unterricht empfanden alle als sehr lebendig: „Selbst langweilige Themen hat sie spannend oder lustig mit immer neuen Ideen vermittelt.“
Als Klassenlehrerin hat sie mit der 9c intensiv an der Lösung von Klassenproblemen gearbeitet und galt als „Klassenmama“.
Wir werden Astrid Böttcher sehr vermissen.
Im Namen der Schulgemeinschaft
Karin Proescher und Elke Rothämel







